Bunte Luftballons im Eingang, ein großes Angebot an leckeren Kuchen und gegrilltes Spanferkel mit Kartoffelsalat, mit diesen Zutaten lässt sich ein Sommerfest immer erfolgreich gestalten. Beim Tannheimer Freibad kam am Sonntag noch eine große Schar hoch motivierter, freiwilliger Helfer hinzu und viele Gäste, die durch ihren Besuch die Arbeit und die Spendenbereitschaft der Mitglieder des Förderverein Freibad Tannheim e.V. ehren und honorieren wollten.

Und zumindest bis zum frühen Nachmittag spielte auch das Wetter mit. "Wir befinden uns auf dem richtigen Weg", erklärt Doris Riesle, die sich den Job des Vereinsvorstands mit Sybille Bippus teilt. Zwar verraten beide keine konkreten Zahlen, aber die Sanierung des großen Schwimmbeckens, etwa 250 000 Euro sind hierfür veranschlagt, wird wohl nicht mehr lange auf sich warten lassen. Hilfreich hierfür sind natürlich auch die aktuellen Zahlen.

Mit dem heutigen Tag habe man in diesem Jahr bereits an 28 Tagen das Freibad öffnen können, insgesamt zähle man bereits 4641 Besucher und allein der heutige Tag sei mit 391 Besuchern rekordverdächtig. Hilfreich für die anstehende Sanierung sei natürlich auch die Tatsache, dass der Gemeinderat jüngst die jährlichen Zuschüsse für die nächsten fünf Jahe um 5000 Euro erhöht hat. Dieses Geld benötige man allerdings regelmäßig um das Bad vor der Eröffnung wieder in Schuss zu bringen. In diesem Jahr konnte der Verein die neu gestaltete Matschanlage einweihen, im Kinderbecken musste eine neue Folie eingezogen werden und jetzt stehe noch ein neues Sonnensegel auf dem Wunschzettel.

Ohne die ehrenamtlichen Helfer ginge dabei nichts, sind sich die beiden Damen einig. "Wir wollen ein familienfreundliches Bad bleiben", so Doris Riesle, weshalb man auch die Eintrittspreise auf einem sozialverträglich niedrigem Niveau gehalten und auch in diesem Jahr keine Erhöhung vorgesehen habe.

Erwachsene zahlen nach wie vor 2,90 Euro, Kinder kosten einen Euro weniger und die Familienkarte gibt es für 6,90 Euro. Aber auch diese Preispolitik lasse sich nur umsetzen weil man, beispielsweise mit Mark Danell, am Wochenende einen ehrenamtlichen Bademeister habe, weil es immer wieder Sponsoren gebe, die helfen und auch die Kasse und der Kiosk mit freiwilligen Helfern besetzt werden können. Von den vielen weiteren Arbeiten wie die Grünpflege, die wichtige Betreuung der Technik oder nicht zu vergessen auch für Reinigung und Pflege der gesamten Anlage, für die man immer wieder Helfer bekomme, ganz zu schweigen. Dieses von Bürgern getragene Projekt lebe eben nur durch die Bürger, die sich engagieren, sind sich die beiden einig.