Wer an Sommerferien denkt, denkt meist an Entspannung, Strand und Urlaub. Doch das heißt es lange nicht für jeden. Viele Schüler oder Studenten nutzen die freie Zeit, um erste Berufserfahrungen zu sammeln und ein wenig Geld in die Kasse zu bekommen. Der SÜDKURIER hat fünf fleißige Ferienjobber an ihrem Arbeitsplatz besucht.

  • Vom Fass: Kunden beraten, putzen, Flaschen auffüllen und verkaufen, diese Aufgaben zählen alle zu Leonie Gerwecks Ferienjob im „Vom Fass“-Geschäft in der Villinger Innenstadt. „Ich mache den Ferienjob, weil ich den Kundenkontakt ziemlich cool finde und ich auch nicht nur Zuhause rumhängen möchte“, erzählt sie.
Leonie Gerweck arbeitet in den Sommerferien im „Vom Fass“-Geschäft in der Villinger Innenstadt.
Leonie Gerweck arbeitet in den Sommerferien im „Vom Fass“-Geschäft in der Villinger Innenstadt. | Bild: Lea Spormann

Die 20-Jährige freut sich natürlich auch über das Geld, das sie dabei verdient, das sie für ihr anstehendes Studium braucht. „Zum Fass kam ich über die Jobbörse, da dort die Stelle ausgeschrieben wurde, weil es sonst mit Jobs eher schwierig ist, habe ich das Angebot dann direkt angenommen“, sagt Leonie Gerweck. Ihre Arbeitszeiten sind sehr variabel, je nachdem, wie sie gebraucht wird.

  • Hess: Bei der Firma Hess sind derzeit auch zwei Ferienjobber fleißig bei der Arbeit. Annabell Gregortschek und Marvin Bühlefeld arbeiten insgesamt drei Wochen dort. „Ich habe im Internet die Stellenausschreibung gefunden und wollte eben nicht sechs Wochen zuhause rumsitzen und etwas Geld verdienen“, sagt der 17-jährige Marvin Bühlefeld. Auch bei der 16-jährigen Annabell Gregortschek geht es ums Geld.
Bianca Schilling und Niclas Ketterer verdienen sich in den Sommerferion bei der Firma Kendrion ein wenig dazu.
Bianca Schilling und Niclas Ketterer verdienen sich in den Sommerferion bei der Firma Kendrion ein wenig dazu. | Bild: Lea Spormann

„Ich mache nächstes Jahr mein Abitur und möchte danach gerne Reisen, dafür brauche ich etwas Geld.“ Die beiden arbeiten in unterschiedlichen Abteilungen. „Ich muss derzeit an einer Maschine Metallblöcke fräsen und Kanten abschleifen“, erzählt Bühlefeld. Annabell Gregortschek hingegen hilft in der Logistik mit. „Ich bekomme Zettel, auf denen steht, was ich suchen muss, diese Dinge sammle ich dann in einem Körbchen zusammen.“

  • Modepark Röther: Auch die 16-jährige Sarah Petschik ist fleißig in den Ferien. „Ich mache einen Ferienjob bei Modepark Röther, weil nur Zuhause rumzusitzen langweilig ist und der Führerschein auch bezahlt werden muss“, sagt sie.
Sarah Petschik tauscht die Schulbank in den Ferien gegen die Ladentheke im Modepark Röther.
Sarah Petschik tauscht die Schulbank in den Ferien gegen die Ladentheke im Modepark Röther. | Bild: Lea Spormann

„Meine Aufgaben hier sind vielfältig, ich muss Kunden beraten und auch Klamotten aufräumen, aufhängen und aufbügeln“, erzählt Sarah Petschik. Zu ihrem Job beim Modepark Röther kam die Schülerin, weil sie durch die Lautsprecher beim Einkaufen eine entsprechende Durchsage hörte. „Insgesamt sechs Wochen arbeite ich hier, meine Arbeitszeiten sind dabei variabel“, sagt sie.

  • Kendrion: „Bei Kendrion werden Ferienjobber erst angelernt und diejenigen, die schon da waren, versuchen wir auch wieder in die selbe Abteilung zubekommen, damit sie schon Routine in ihrer Arbeit haben“, erzählt Sigrid Schilling, zuständig für das Personalwesen. Zwei der Ferienjobber in diesem Jahr sind Niclas Ketterer und Bianca Schilling. „Ich mache den Ferienjob, weil wenn ich nur daheim wäre, würde ich mich sowieso nur langweilen, da viele im Urlaub sind.
Annabell Gregortschek und Marvin Bühlefeld arbeiten an der Fräsmaschine bei der Firma Hess.
Annabell Gregortschek und Marvin Bühlefeld arbeiten an der Fräsmaschine bei der Firma Hess. | Bild: Lea Spormann

Das Geldverdienen spielt natürlich auch eine Rolle“, sagt der 18-jährige Schüler Niclas Ketterer. Bianca Schilling ist bereits das sechste Jahr bei Kendrion. „Ich studiere derzeit und möchte deshalb etwas Geld dazu verdienen, außerdem arbeitet meine halbe Familie hier“, sagt sie.

Die beiden arbeiten in Gleitzeit, die Frühschicht dauert von 6 bis 14 Uhr und die Spätschicht von 14 bis 22 Uhr. „Wir arbeiten in der Vormontage, dort müssen wir die Teile für den Dreher der Bremsen zusammenbauen“, erklärt Bianca Schilling. Niclas Ketterer ist bereits zum zweiten Mal hier. „Man kennt die Firma, wenn man hier wohnt und ich hatte schon schlechtere Ferienjobs, deshalb bin ich wieder hier“, sagt der 18-Jährige.

  • Schwarzwald-Baar-Klinikum: Auch der 18-jährige Leonhard Kunze arbeitet für etwas Geld in seinen Ferien. „Ich habe bereits letztes Jahr hier im Klinikum gearbeitet, nachdem ich ein Auslandsjahr gemacht habe und fand es sehr abwechslungsreich“, sagt er. Zum Schwarzwald-Baar-Klinikum, kam er durch die Empfehlung eines Freundes und dadurch, das sein Vater dort arbeitet.
Leonhard Kunze hat sich bei seinem Ferienjob in diesem Jahr für das Schwarzwald-Baar-Klinikum entschieden.
Leonhard Kunze hat sich bei seinem Ferienjob in diesem Jahr für das Schwarzwald-Baar-Klinikum entschieden. | Bild: Lea Spormann

„Ich finde es hier besser, als in einer Produktion am Fließband und hier habe ich das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun“, erklärt der 18-Jährige. Natürlich ist eine weitere Intention etwas Geld dazuzuverdienen. „Ich arbeite jetzt drei Wochen hier und meine Arbeitszeiten sind sehr variabel“, sagt Leonhard Kunze. Seine Hauptaufgaben drehen sich rund um den Transportdienst. „Ich fahre hauptsächlich Patienten zu Operationen oder Ähnlichem. Außerdem fahre ich die Essenswagen auf die Stationen und verteile Arzneimittel“, sagt er.