Das erste doppelstädtische Volksfest soll vom 23. August bis 1. September am Ende der Sommerferien auf das Schwenninger Messegelände die Besucher locken. Es ist allerdings nicht der Wunschtermin der Firma Gebauer, dem Konstanzer Schaustellerbetrieb, der das Volksfest veranstaltet. Doch für die Südwest Messe- und Ausstellungs-Gesellschaft blieb es die einzige Möglichkeit, um solch eine Veranstaltung, die knapp drei Wochen Zeit benötigt, auf ihrem Gelände zuzulassen, wie Geschäftsführer Jan Goschmann vor der Presse erläuterte.

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Gebauer geht davon aus, dass das Volksfest zum Erfolg wird. Es löst die beiden Rummel ab, die in Villingen und Schwenningen stattfanden und die Bürgermeister Detlev Bührer als „schwierige Provisorien“ bewertete. Es war „nichts ganzes und nichts halbes“, der Rummel auf dem Friedengrund-Gelände hatten die Gebauers zuletzt ganz abgesagt. Daher begrüßte Bührer den Vorstoß auf unser „schönes Messegelände“ umzuziehen. Für die Beteiligten hat das Messegelände viele Vorteile, da keine Umbauten notwendig werden.

Mit Almhütten-Dorf

Der erfahrene Schausteller Gebauer hat bisher fünf größere und fünf kleinere Fahrgeschäfte verpflichtet. Er kann das gesamte Freigelände, also im Wesentlichen den Verkehrsübungsplatz, mit rund 10000 Quadratmetern Fläche belegen. Zudem wird ein Almhütten-Dorf mit einer vielfältigen Gastronomie auf dem Areal platziert. Aufgestellt werden unter anderem ein Überschlag-Karussell oder das Hoch-Fahrgeschäft Godzilla. Familientage sind am Mittwoch und Donnerstag mit ermäßigten Preisen.

Gäste aus der gesamten Region sollen kommen

Derzeit hat Gebauer Aussteller für etwa 8000 Quadratmeter Fläche gefunden. Parallelveranstaltungen finden vor allem in Bayern statt. Heinz Gebauer, der mehrere solche Veranstaltungen im süddeutschen Raum managt, trägt das finanzielle Risiko, er hat mit der Messegesellschaft einen Vertrag für ein Jahr abgeschlossen. Die Verantwortlichen sind optimistisch, dass nicht nur Villinger und Schwenninger, sondern Besucher aus der gesamten Region kommen. Bührer verweist auf die Ringzug-Haltestelle und die Parkplätze der Messegesellschaft. Auch Wirtschaftsförderin Beate Behrens sieht positive Vorzeichen. Schließlich seien ja nicht alle Familien in den Ferien, für sie biete das Volksfest eine neue Freizeit-Perspektive.