Nicht alle waren dafür: Doch eine breite Mehrheit im Verwaltungsausschuss stimmte am Mittwoch dafür, dass die verkaufsoffenen Sonntage in Villingen und Schwenningen in den Jahren 2020 bis 2024 fortgeführt werden können.

Nachdem die Festsetzung der verkaufsoffenen Sonntage für die Jahre 2013 bis 2019 mit Ablauf dieses Jahres endet, wurde vom Gewerbeverein Oberzentrum (GVO) ein Antrag auf Festsetzung der Sonntagsverkäufe für die nächsten fünf Jahre gestellt. Seitens der Kirchen werden diese Anlässe allerdings sehr kritisch gesehen, sie sehen darin eine Störung der Sonntagsruhe. Es geht pro Jahr um zwei verkaufsoffene Sonntage in Villingen und zwei in Schwenningen. In Villingen sind sie verknüpft mit einem Frühjahrsfest und im Herbst mit dem Museumsfest, in Schwenningen mit einem Frühjahrs- und einem Herbstmarkt.

Die meisten Stadträte im Ausschuss stimmten zu. Da der Sonntagsverkauf stets erst um 13 Uhr beginnt, gebe es keine Beeinträchtigung der Gottesdienste, argumentierte Katharina Hirt (CDU). Es sei wichtig, in der heutigen Zeit den Einzelhandel zu stärken, sagte Bertold Ummenhofer (Freie Wähler) Ulrike Merkle (Grüne) stimmte ebenfalls dafür, weil die Kombination mit dem Villinger Museumsfest auch bildungsfernere Menschen ins Museum locke. Am Ende waren zwölf Stadträte dafür, nur zwei dagegen. Nächste Woche entscheidet der Gemeinderat.