Die Begeisterung im Villinger Städtle über den Marathon der örtlichen Stadtführer vom 20. September hallt noch nach. Wie berichtet, nahmen über tausend Besucher an dem 24-Stunden-Event teil. Mit der am Mittwoch erfolgten Spendenübergabe aus dieser Aktion an Oberbürgermeister Jürgen Roth liegt nun der Ball bei der Stadt und dem Gemeinderat, den Wunsch der Stadtführer und vieler Villinger Bürger in die Tat umzusetzen: Möglichst zeitnah die Begehbarkeit mehrerer Türme und Tore für die Stadtführungen zu ermöglichen.

Am Mittwoch überreichten die Stadtführer Klaus Richter und Henry Greif die Spenden-Einnahmen ihres „Marathons“ im Villinger Rathaus. 3414 Euro bekam Oberbürgermeister Jürgen Roth, 1140 Euro nahm Klaus Büch für die evangelische Johannesgemeinde entgegen. Das Geld, so das Ansinnen der Stadtführer, soll die Initialzündung sein, mehrere historische Bauwerke für Stadtführungen begehbar zu machen: Zum einen den Turm der Johanneskirche in der Gerberstraße, zum anderen das Pulvertürmle am Kaiserring, den Romäusturm und das Obere Tor.

„Dass man 24 Stunden eine Stadtführung haben kann, fand ich eine tolle Idee“, bedankte sich OB Jürgen Roth. Man werde mit dem Hochbaumamt und den Feuerwehrkommandanten reden, wie die Türme für Stadtführungen begehbar gemacht werden können. Das Geld wird bis zu einer Entscheidung zweckgebunden bei der Stadt verbucht. Bis wann eine Entscheidung getroffen werde, lasse sich noch nicht absehen, sagte Stadtsprecherin Oxana Brunner, Aber: Die Prüfung der Zugänglichkeit soll „zeitnah“ erfolgen. „Diese Idee kommt keinesfalls aufs Abstellgleis der Themen“, versprach sie.

Beim Romäusturm, so gibt Stadtführer Henry Greif Einblick in sein Seelenleben, habe er „riesige Träume“. Er würde den Turm innen ausbauen und mit einem Café samt Terrasse mit Blick aufs Hubenloch ausstatten. Ob das jemals was wird, ist nicht absehbar. Aber jede große Sache fing ja mal mit einem Traum an...