VS-Villingen (est) Nicht nur der Investor, der die ehemalige Richthofenkaserne (zuletzt Lyautey) in Villingen sanieren und bebauen will, liegt mit dem Landesdenkmalamt in Freiburg im Clinch. Auch die Stadtverwaltung von Villingen-Schwenningen. „Die Stadt befürwortet die Planung des Investors uneingeschränkt“, betont namens der Stadtverwaltung Pressesprecherin Oxana Brunner.

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Wie vom SÜDKURIER am Mittwoch berichtet, sieht sich die Firma Deutsche Bauwert AG (DBA) aus Baden-Baden, die auf einem Teilstück des einstigen Kasernenareals 300 neue Wohnungen bauen will, vom Landesdenkmalamt bei ihrer Investition behindert. Das Unternehmen will, wie berichtet, unter anderem die drei denkmalgeschützten Kasernengebäuden an der Kirnacher Straße generalsanieren und darin rund 150 neue Eigentumswohnungen schaffen. Um diese verkaufen zu können, plant der Investor auch die Anbringung von Balkonen sowie größeren Dachgaupen, damit die Dachwohnungen ausreichend Tageslicht bekommen. Doch alle Vorschläge seien vom Landesdenkmalamt abgelehnt worden, beklagt Uwe Birk, der Vorstandsvorsitzende der Firma DBA.

Das Landesdenkmal hatte auf SÜDKURIER-Anfrage erklärt, sich nicht zum laufenden Verfahren äußern zu wollen. Außerdem sei der Verfahrensträger die Untere Denkmalbehörde der Stadt VS. Eine SÜDKURIER-Nachfrage bei der Stadt ergab aber nun, dass die Untere Denkmalbehörde die Planung des Investors voll umfänglich unterstützt und für genehmigungsfähig hält. Wer blockiert, dass sei die übergeordnete Behörde des Landesdenkmalamtes Freiburg. „Der Dachausbau der Gebäude ist unserer Ansicht nach im Sinne des Denkmalschutzes“, gibt Pressesprecherin Brunner die Auffassung der Stadt und ihrer Unterer Denkmalbehörde wieder. Schließlich sollen die Gebäude, die seit 20 Jahren leer stehen, ja genutzt werden und nicht weiter verfallen.

Der Widerstand des Landesdenkmalamtes verursache eine Verzögerung der Planung und damit des Sanierungsprojektes, bestätigt Oxana Brunner. Denn ohne Einvernehmen mit den Dankmalschutz stocke das laufende Bebauungsplanverfahren. Allerdings will sich die Stadt zur Wehr setzen. „Wir sind mit dem Landesdenkmalamt im Austausch. Gibt es von dort keine Zustimmung, werden wir uns ans Regierungspräsidium wenden“, so Brunner. Diese Behörde müsse dann die Entscheidung treffen.