Noch arbeiten in den St. Ursula-Schulen an vielen Ecken und Enden die Handwerker, doch schon im Oktober sollen Staub und Baulärm fürs erste der Vergangenheit angehören: Dann wird der erste Umbau-Abschnitt in dem historischen Gebäudekomplex fertiggestellt sein. Herzstück ist ein neues Treppenhaus mit einem zweiten Eingang von der Bärengasse her. Außerdem hat die Schule eine neue Mensa und eine neue Küche bekommen.

"Insgesamt ist alles gut gelaufen", freut sich Schulleiter Johannes Kaiser. Vor einem guten Jahr waren die Bagger in St. Ursula angerückt. Nach dem Auszug der letzten beiden Ordensschwestern wollte das Schulwerk die Erweiterungs-Chance auf dem Areal nutzen. Bis 2020 wird die Erzdiözese Freiburg in drei Bauabschnitten mehrere Millionen Euro in den Umbau investieren.

Der Boden im ehemaligen Refektorium ist noch mit grauen Plastikplanen verklebt. Leitern, Farbeimer, ein paar staubige Säcke voller Putz und mehrere abgeschraubte Heizkörper stehen dort herum, wo schon in rund drei Wochen 80 Schüler mittagessen werden. Der Saal wird zur neuen Schulmensa. Wenige Meter weiter, in der spiegelblanken neuen Küche, läuft der Betrieb seit wenigen Tagen. "Ein echtes Glanzstück", freut sich Schulleiter Kaiser über die hochmoderne Einrichtung. Und nicht nur er: Auch den Schülern schmeckt das dort von Hauswirtschafterin Diana Tröndle-Pleger zubereitete offenbar vorzüglich. Das neu angebaute Treppenhaus, das aus Brandschutzgründen notwendig geworden war, wartet indessen noch auf die offizielle Bauabnahme. Erst dann darf es genutzt werden.

Fürs erste hat St. Ursula dann Ruhe vor dem Baulärm, doch schon 2017 soll der zweite Bauabschnitt beginnen. Über der Sporthalle, wo früher Ordensschwestern gewohnt hatten, werden drei neue Unterrichtsräume sowie Arbeitsräume für Lehrer entstehen. 2018/19 ist dann der letzte Teil des Umbaus terminiert. Dabei werden im oberen Stock des Ostflügels die ehemaligen Zellen der Nonnen in einen Bereich für die Ganztagesschule verwandelt.

Doch auch nach dem Umbau sei nicht geplant, mehr Schüler aufzunehmen, betont Johannes Kaiser. Nach Jahren der Enge, der Wanderklassen und des Fachraum-Mangels freue sich die Bildungsstätte dann auf die neue räumliche Freiheit.