Der bekannte Fallanalytiker Axel Petermann ist zu Gast beim VS-Forum des SÜDKURIER in der Neuen Tonhalle. Am Dienstag, 8. November, 20 Uhr, ist es soweit. Petermann, der bundesweit in Aufsehen erregende Ermittlungsfälle eingebunden war und ist, wird zunächst über seine Arbeit berichten. Im Anschluss debattiert er mit SÜDKURIER-Redakteuren auf der Bühne. Im Anschluss an das offizielle Programm zeichnet er im Foyer sein neuestes Buch.

Petermann arbeitet als so genannter Profiler. Er versucht, durch Nachdenken, neues Bewerten von bekannten Umständen einer Straftat und durch Tatortbesichtigungen bislang nicht aufzuklärende, meist sehr schwere Kriminalfälle zu entziffern. Spezial-Ermittler wie Petermann versetzen sich dabei oft in die Position des Täters und versuchen so, Vorgänge aufzuklären, an denen zuvor ganze Sonderkommissionen gescheitert sind. Vor allem das Erkennen eines Motivs ist dabei oft der Einstieg in die Aufklärung. Zweiter Schritt ist dann meist die Eingrenzung potenzieller Täterkreise. Obduktionsberichte, Ergebnisse der Spurensicherung können dabei für Erhellung sorgen. Meist aber führt unkonventionelles Denken zum Ziel. Manchmal bleibt ein Fall aber im Dunkeln.

Seine Herausforderung formuliert er so: „Mein Beruf übt eine große Faszination auf mich aus. Jeder Fall birgt ein Rätsel, und die Faszination ist es, dieses Rätsel zu lösen.“

In seinem neuen Buch „Der Profiler“ beschreibt Axel Petermann spektakuläre Kriminalfälle, die er im Laufe seiner über 40-jährigen Karriere erlebt hat. Er gewährt in diesem Werk einen ungeschönten Einblick in die kriminalistische Arbeit. Dabei macht er sich auch dieungewöhnlichsten Untersuchungsmethoden zunutze – viel spannender Stoff also für das VS-Forum im November.

Petermann wurde 1952 geboren. Als Leiter der Mordkommission in Bremen und stellvertretender Leiter im Kommissariat für Gewaltverbrechen hat er mehr als 1000 Fälle bearbeitet, in denen Menschen eines unnatürlichen Todes starben.

Im Jahr 2000 begann er mit dem Aufbau der Dienststelle Operative Fallanalyse und hat gemeinsam mit seinen Kollegen die Methoden des Profilings in Deutschland etabliert. Petermann fungiert zudem als ständiger Berater der Tatort-Sendungen aus Bremen. Vier seiner Fälle wurden für die ARD verfilmt.

Seit seiner Pensionierung im Herbst 2014 widmet sich Petermann im Auftrag der Hinterbliebenen auch weiterhin der Aufklärung von ungelösten Mord- und Todesfällen. Er lehrt seit vielen Jahren als Dozent für Kriminalistik an der Hochschule für öffentliche Verwaltung.

Seine bisherigen Bücher „Auf der Spur des Bösen“ und „Im Angesicht des Bösen“ wurden beide Bestseller.


Kostenlose Tickets

Eintrittskarten gibt es im Internet (www.forum.suedkurier.de/villingen) oder per Anruf bei der kostenlosen Telefonnummer (0800/8808000). Eine frühzeitige Anfahrt ist vor allem für auswärtige Gäste auf Grund der Parkplatzproblematik angeraten. Der Zutritt zur Halle wird am 8. November frühzeitig ab 19 Uhr, eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn, möglich sein.