Die Nachfrage nach Flächen im geplanten Schwenninger Einkaufszentrum Forum, das anstelle des Rössles bald gebaut werden soll, scheint anzuziehen. Rund 30, teils bekannte Unternehmen ließen sich bereits im Frühsommer vormerken. Das ist einer vorläufigen Liste zu entnehmen, die dem SÜDKURIER vorliegt.

Der Investor, die Hanseatische Betreuungs- und Beteiligungsgesellschaft (HBB) äußert sich dazu nicht und sagt auch nichts dazu, ob es zu festen Zusagen gekommen ist. HBB-Geschäftsführer Harald Ortner erklärt nur: „Wir geben zum derzeitigen Zeitpunkt keine Informationen über potentielle Mieter des Forum Villingen-Schwenningen heraus. Diese Informationen werden von uns erst während der Bauphase veröffentlicht.“

  • Potentielle Interessenten: In ihren Plänen setzt HBB auf einen offenen, lichtdurchfluteten Bau. Im Erdgeschoss könnte sich laut der vorläufigen Liste als Ankermieter der Lebensmittelmarkt Rewe, sowie eine Filiale der Drogeriekette DM, ein Biomarkt sowie eine Apotheke ansiedeln. Auf einer zweiten Ebene interessieren sich vor allem Mode-Unternehmen für eine Filiale: Dabei sind H&M, New Yorker, der Hosen-Shop Madison, das Damen-Modegeschäft Only, Snipes, bekannt für trendige Schuh-Marken, Vero Moda, Jack & Jones, das Modegeschäft Fitzroy. Hinzukommen die Parfümerie Douglas sowie die Büchereikette Hugendubel. Als lokale Anbieter haben sich bisher Götz und Hoerco vormerken lassen. Kult, spezialisiert auf junge Mode, und Jumpers, eine Fitness-Kette, sind weitere Kandidaten.
    Welche der Firmen letztendlich zugreift, ist offen.
  • Filialen in VS: Einige der in Frage kommenden Unternehmen unterhalten bereits Filialen in der Doppelstadt. Dazu gehören H&M in der Villinger Fußgängerzone, dort sind auch Jack & Jones oder Fitzroy vertreten. Vero Moda betreibt gleich zwei Geschäfte in beiden Stadtbezirken, New Yorker ist im Schwarzwald-Baar-Center und bei Röther präsent. Keiner der Händler lässt sich aber in die Karten schauen, was am Beispiel des Moderiesen H&M deutlich wird. Auf die Presseanfrage, ob zwei große Filialen in unmittelbarer Nähe Sinn machen, lässt sich der Konzern keinen Kommentar entlocken.
  • Einzugsbereich der Schweizer: Mit dem rund 80 Millionen teuren Projekt soll die Schwenninger Innenstadt nachhaltig aufgewertet werden. HBB rechnet mit rund 20 000 Besuchern täglich – da stellen sich nicht nur Skeptiker die Frage, woher die kommen sollen. Inzwischen setzt die Stadt, wie Bürgermeister Detlev Bührer bereits deutlich machte, auch auf die Eidgenossen. Dass die sich allerdings in großer Zahl ins Auto setzen, wenn sie vor der Haustüre in Konstanz das Einkaufszentrum Lago (unter anderem mit H&M und Zara) und in Singen bald das Cano vorfinden, dürfte eine optimistische Prognose sein. Oder vielleicht kommen sie doch? HBB-Geschäftsführer Ortner betont, dass "wir dabei sind, viele sehr renommierte Betreiber ins Boot zu holen, damit der Standort endlich seine ihm angedachte Bedeutung haben wird".