Nach vier Jahren, drei Bauabschnitten und einem Investitionsvolumen von über acht Millionen Euro steht die Schwenninger Marktplatzsanierung auf der Zielgeraden. Ende November, quasi als Weihnachtsgeschenk, soll die Maßnahme abgeschlossen sein. Mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen versuchen Gastronomen, Händler und die Wirtschafts- und Tourismus GmbH die Popularität des Gewerbeplatzes im Gedächtnis der Konsumenten zu erhalten. Zu einem zünftigen Baustellen-Hock wurde nun in die Bildackerstraße geladen.

Baustellen-Hock am Schwenninger Marktplatz. Die Händler atmen auf und die Öffentlichkeit sieht der Neugestaltung entgegen.
Baustellen-Hock am Schwenninger Marktplatz. Die Händler atmen auf und die Öffentlichkeit sieht der Neugestaltung entgegen. | Bild: Alexander Hämmerling

Die Händler sehen das Licht am Ende des Tunnels und atmen auf. „Bis zu 50 Prozent Umsatzeinbußen, jetzt sind es immer noch 30 Prozent. Wir sind stolz auf unsere Kunden, dass trotz der Sanierung so viele uns doch die Treue gehalten haben“, sagt die Inhaberin von Casa Moda am Muslenplatz, Birgit Messner. Der städtische Bauleiter Rainer Baumgart und der Garten- und Landschaftsbauer Schöppler aus Meßkirch hätten sich in puncto Kommunikation als Glücksgriff erwiesen. „Wir bringen ihnen bei den Bauarbeiten auch Kaffee und Kuchen vorbei. Die haben speziell noch die Erdfläche für eine optimale Passage der Gäste eingeebnet“, fährt Messner fort.

Die zwei Necklemer gestalteten das Musikprogramm auf dem Hock.
Die zwei Necklemer gestalteten das Musikprogramm auf dem Hock. | Bild: Alexander Hämmerling

Susanne Orlowski von der Wirtschafts- und Tourismus GmbH konnte dem Baustellen-Hock einen „gelungenen Verkauf mit voll belegten Tischen“ attestieren. Als Clown bespaßte Uwe Spille den Nachwuchs und das Bemalen von Kuschelkissenbezügen des Bettenhauses Schlenker-Kayser verfolgte einen guten Zweck. Der Erlös der erworbenen Kissen geht an das geplante Kinder- und Jugendhospiz Sternschnuppe. Neben dem Kinderschminken wurde der Hock von der Band „Die zwei Necklemer“ musikalisch untermalt. Erst gegen Ende der Veranstaltung um 16 Uhr setzte der erste Regenschauer ein. „Wir sehen alle dem Ende der Sanierung entgegen. Solch kleine Veranstaltungen sind ein wichtiger Wegpunkt auf der Strecke der lange andauernden Arbeiten“, sagt Orlowski.

Bäume werden gepflanzt

Die jüngsten Fortschritte bei der Sanierung sind mit der Errichtung des Brunnenstüble und der Fertigstellung der Parkplätze in der Sturmbühlstraße zu verzeichnen. Von einer gänzlich veränderte Aufenthaltsqualität auf dem Marktplatz war bei den Informationsveranstaltungen immer wieder die Rede, nach den Bauabschnitten erfolgt die eigentliche Neugestaltung des Marktplatzes von Februar bis Dezember dieses Jahres. Die Westseite des Marktplatzes wird mit Pollern gesichert verkehrsberuhigt sein. Rundbänke unter neuen Bäumen, eine Sonnenuhr und ein beleuchteter Brunnen mit einer kleinen Fontäne werden künftig zum Verweilen einladen.