Dank einer Ersthelferausbildung für alle Eingangsklassen – dies sind jährlich gut 150 Schüler – im Rahmen der „FTS-Safety-Days“ an der staatlichen Feintechnikschule Schwenningen übertrifft die Schule sogar die gesetzlich geforderte Mindestanzahl an Ersthelfern. Denn das wären lediglich vier Personen an einer Schule mit 600 Schülern. Damit sorgen die Verantwortlichen Bernd Welte und Anette Beha für größtmögliche Sicherheit im Ernstfall. Bisher hält die Feintechnikschule schon Feuerlöscher-Trainings für die Angestellten und einen Blutspendetag für alle Schüler auf freiwilliger Basis ab. „Nun möchten wir mehr für uns und unsere Schüler wie auch für die Allgemeinheit machen“, erklärt Projektkoordinator Bernd Welte, technischer Lehrer an der Feintechnikschule. Und so kommt die Bewerbung beim Schulwettbewerb zustande.

Im kommenden Jahr soll der erste FTS-Safety-Day am Freitag, 26. Oktober, stattfinden – in erster Runde begrenzt auf einen Tag. Die Umsetzung scheitere derzeit noch an der finanziellen Situation. „Deshalb sind wir derzeit in Abstimmung mit dem DRK und parallel auf Sponsorensuche“, so Welte. „Für uns bedeutet dies, dass wir in diesem ersten Durchgang zunächst einmal mit dem DRK und den weiteren teilnehmenden Institutionen prüfen wollen, ob alle Eingangsklassen unserer Schule organisatorisch teilnehmen können oder nur ein Teil davon. Da weder das DRK noch unsere Schule klassenübergreifend in dieser Zahl für Schülerinnen und Schülern Erste-Hilfe-Kurse angeboten haben, denken wir, dass es lohnend wäre, dies zunächst in kleinerer Form zu testen. Daher wollen wir zunächst mit Eingangsklassen aus einer oder zwei Schularten in die erste Runde gehen“, so Anette Beha.

Die Projekttage sollen schulartenübergreifend veranstaltet werden. Das fördere nebenbei die sozialen Kompetenzen der Schüler. Außerdem lernten sie sich dadurch außerfachlich besser kennen. Alle Eingangsschüler nutzen ihre Kenntnisse anschließend auch in Vereinen sowie der privaten Umgebung und machen die Region damit ein wenig sicherer, sind die Organisatoren überzeugt. Zivilcourage und soziales Engagement würden ebenfalls gefördert.

In erster Linie profitieren die Schüler durch die Ausbildung. Die Verantwortlichen können sich vorstellen, das Projekt mit den Johannitern, Maltesern, der Feuerwehr, dem Technischen Hilfswerk auszubauen, um diesen Institutionen die Möglichkeit zu bieten, sich und ihr Tätigkeitsfeld vorzustellen. Das Projekt stehe und falle aber zunächst mit der Finanzierung, um die Kosten für die DRK-Ersthelferausbildung aufzubringen. Deshalb plane man bereits einen weiteren Blutspendetag zur Teilfinanzierung ein. Zudem erhoffen sich die Verantwortlichen Fördermittel, Sponsoren und natürlich einen Erfolg beim Schulwettbewerb, um ihr Projekt stemmen zu können. Ziel sei es, die Ausbildung jährlich anzubieten.

 

Die Schule

Die Staatliche Feintechnikschule in VS-Schwenningen wurde 1900 als „königlich württembergische Fachschule für Feinmechanik, Elektromechanik und Uhrmacherei“ gegründet. Heute steht die Schule in der Trägerschaft des Landes Baden-Württemberg, das der Schule angegliederte Technische Gymnasium gehört zu den beruflichen Schulen des Schwarzwald-Baar-Kreises. Zur Feintechnikschule gehört die dreijährige Berufsfachschule. Die Beziehungen zur Wirtschaft der Region sind traditionell sehr eng.