Ein Thema bei der Hauptversammlung der Villinger Südstadtclowns war dem Vorsitzenden Andreas Kühn besonders unangenehm: Die Beiträge mussten erhöht werden. Dass die Mitglieder zu diesem Thema gar nicht diskutieren wollten und dem Chef der Clowns sogar einstimmig ihre Zustimmung erteilten, überraschte insofern nicht, da es nur um zwei Euro ging, die den überschaubaren Jahresbeitrag nun von neun auf elf Euro erhöhen.

Dass Andreas Kühn diesen Punkt 9, der sich etwas verschämt zwischen die notwendige Satzungsänderung und die anstehende Pause auf die Tagesordnung der Clowns gedrängt hatte, so einfach abhaken konnte, erleichterte ihn sichtlich. Zuvor hatte Kassierer Frederic Menz über ein negatives Jahresergebnis berichten müssen. Zwar handelt es sich bei dem Verlust um einen niedrigen Betrag, aber wenn das Sommerfest am Walkebuck wie im vergangenen Jahr unter extrem schlechtem Wetter leide, dann werde man Jahr für Jahr mit Verlusten rechnen müssen, so der Kassenchef. Hinzu komme, dass man auf Geheiß des Finanzamts ein Profikassensystem einsetzen müsse und, dass man dazu übergegangen sei, den Bedienungen eine Umsatzbeteiligung zu geben. Das seien zwar moderate Beträge und man sei hier noch weit von anderen Vereinen entfernt, aber das Geld fehle natürlich auf der Habenseite.

Treue Mitglieder geehrt

Bei der Satzungsänderung ging es um formale Änderungen wie beispielsweise die neue Datenschutzverordnung und das Aufnahmeverfahren für neue Mitglieder. Zuvor hatte die Gemeinschaft mehrere Amtsinhaber und Beiräte in ihren Ämtern bestätigt. Sandra Butzke bleibt Vize-Vorsitzende, Kassierer Frederic Menz darf sich zwei weitere Jahre um die Vereinsfinanzen kümmern und zum Schriftführer wurde Ralf Haller gewählt. Wolfgang Richter, Gundolf Mauch, Erich Wolpert und Andreas Wolpert stehen dem Vorstand als Beiräte weiterhin zur Seite. Für Treue zu den Südstadtclowns wurden 24 Mitglieder geehrt. Bereits seit 30 Jahren sind Markus Dursch und Heidi Richter dabei und auf 35 Jahre Mitgliedschaft blicken Martina Hauser, Hannelore Jooß und Wolfgang Richter zurück.