Liegt die Zukunft des Villinger Folkclubs auf der Bühne des Ratskeller-Restaurants in der Oberen Straße? Oder doch im künftigen Jugendkulturzentrum am Klosterhof? Oberbürgermeister Kubon kündigte jetzt diesbezüglich eigene Aktivitäten im Verwaltungsausschuss an.

Kubon berichtete den Ausschussmitgliedern, dass vor den Ferien eine Besprechung zwischen Vertretern der Stadt und dem Folkclub stattgefunden habe. Es ging um die Frage, wo der Club künftig seine Konzertveranstaltungen durchführen kann. Bekanntlich müssen die Konzerte im Kulturzentrum "Scheuer" infolge von Beschwerden eines Nachbarn mittlerweile alle um 22 Uhr beendet werden, der Club sieht dadurch seine Existenz gefährdet.

problematische Alternative

"Wir haben dem Folkclub angeboten, den kleinen Saal im Ratskeller zu benutzen", berichtete Kubon. Angedacht ist seitens der Stadt, dass die Veranstaltungen künftig dort in dem kleinen Saal des Kellergewölbes stattfinden könnten. Dort gibt es eine Bühne und die Stadt ist Eigentümer des Gebäudes. Allerdings ist noch unklar, ob der Wirt mitspielt. Dieser Tage soll ein Gespräch stattfinden. Der Knackpunkt dieser Lösung: Der Gastronom müsste bereit sein, mit dem Folkclub die Einnahmen aus der Bewirtung zu teilen, weil dem Verein bei dieser Lösung wichtige Einnahmen aus der Bewirtung der Scheuer wegbrechen würden.

Kubon berichtete außerdem, die Stadt habe dem Folkclub angeboten, probeweise vier Konzerte im künftigen Jugendkulturzentrum am Klosterhof zu veranstalten. Ob der Club darauf eingeht, ist eine andere Frage. Die Veranstalter sehen ihre Zukunft nicht am Stadtrand, sondern in der Innenstadt. Nach Recherchen des SÜDKURIER gibt es noch eine andere Option: Der weitere Ausbau und Vergrößerung des Jugendhaus-Cafés. Hier können Veranstaltungen mit größerer Lautstärke durchgeführt werden als in der benachbarten Scheuer. Der Folkclub könnte seine drei, vier lauteren Konzerte im Jahr dort ausrichten, ansonsten nebenan in der Scheuer bleiben. Ob und wie es weitergeht, soll sich nach weiteren Gesprächen in den nächsten Wochen ergeben.