In den Räumen der „Gusto Marie“, einer Lehr- und Präsentationsküche unter dem Dach des Einrichtungsplaners Bliestle in Villingen, versammelte sich die teils von weit her angereiste Jury sowie den Villinger Ordensoberen Christoph Jung, Alexis Schmelzer und Christof Straub gespannt auf das im Vorfeld liebevoll beschriebene und in Heftform vorgelegte Prüfungsmenu.

Diese acht Gänge kredenzte Roland Besch der Jury bei seiner Prüfung zum Großmeister der Küche.
Diese acht Gänge kredenzte Roland Besch der Jury bei seiner Prüfung zum Großmeister der Küche. | Bild: Jörg Gressenbuch

Nach dem obligatorischen Begrüßungs-Champagner wurde eine Schwarzwald-Tapa, Pfifferling-Terrine mit Forellen mousse unter einem Crunch aus Schwarzwälder Schinken gereicht, gefolgt von Garnele in der Avocado-Roulade, einem Pot au feu mit sot l‘y laisse, Kartoffelbrei, Spinat und anschließend einer Steinpilzlasagne mit Petersilienschaum. Als Fischgang bot Roland Besch ein Rotbarbenfilet mit Tintenfisch auf schwarzem Risotto mit Safransauce. Der Hauptgang: Rehrücken auf einem gebratenen Serviettenknödel mit Barolo-Pfeffersauce (nach einer Idee von Dieter Müller). Bouchon de Chevre mit Trauben-Senf-Sorbet und einer pikanten Orangen-Basilikumsauce leiteten zum finalen Dessert über: Calvados-Apfel-Parfait, Butterstreusel und Kardamom-Zabaione. Jeder einzelne Gang war ein geschmackliches Erlebnis, hervorragend präsentiert im Team mit Fabian Messmer als Beikoch und Roland Messmer im Service.

Geschafft: Roland Besch küsst am Ende seines großen Kochtages seine Frau, links seine beiden Küchenhelfer Roland und Fabian Messmer.
Geschafft: Roland Besch küsst am Ende seines großen Kochtages seine Frau, links seine beiden Küchenhelfer Roland und Fabian Messmer. | Bild: Jörg Gressenbuch

Die begleitenden Weine ließen keine Wünsche offen und so kam die Jury am Ende des Menus nach nur kurzer Beratung einstimmig zu dem Ergebnis, dass Roland Besch ein würdiger neuer Träger des grünen Bandes und damit in den Rang eines „Grand Maitre der Chuchi“ (Großmeister der Chuchi) zu erheben sei. Urkunde und Band wurden auf der sonnenbeschienenen Terrasse des Gusto Marie überreicht, und mit dem traditionellen Löffeltrunk konnte Besch, erschöpft und stolz, die herzlichen Glückwünsche aller Anwesenden entgegennehmen.