„Es gibt immer wieder Diskussionen über unser geplantes Baugebiet Am Holenbach, das wir in der letzten Sitzung beschlossen haben“, so Ortsvorsteher Bernd Bucher in der Sitzung des Ortschaftsrates am Donnerstagabend ein. Bucher ging es darum, zu informieren, warum dieser Standort ausgewählt wurde. „Rietheim ist umkreist von Vogelschutzgebieten und wenn wir dort bauen würden, würde es bis zu zehn Jahre dauern“, so Bucher. Er erinnert an das geplante Baugebiet Hinterhofen, an dem man sich 15 Jahre festgehalten habe, vertröstet worden sei und wo man schließlich eine Absage vom Landwirtschaftsamt erhalten habe. „Wir müssen jetzt ein neues Baugebiet für die nächste Generation schaffen und wollen kein zweites Hinterhofen mehr“, so Bucher. Am Holenbach habe man eine Ecke gefunden, an der man von rechtlicher Seite schnell etwas machen könne. 

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Bucher rechnet mit einem Jahr für die Vorplanung und einem Jahr für die eigentliche Erschließung. „Wir müssen jetzt in die Pötte kommen und zwei Jahre sind nicht viel“, zeigte sich der Ortschef zielstrebig. Für Ortschaftsrat Michael Käfer war es in vielerlei Hinsicht die richtige Entscheidung, sich für das Baugebiet auszusprechen. „Es gilt, den Ort in seiner Kompaktheit zu bewahren und wir haben hier eine gute Verkehrsanbindung“, so Käfer. Für Familien mit Kindern spreche die Nähe zur Schule und zum Kindergarten. „Es ist wichtig, dass wir den jungen Leuten eine Chance bieten, im Ort zu bleiben“, sagte Käfer. Es gehe nicht, dass man mit der Mensa ein Projekt für die Zukunft schaffe und dann keine Möglichkeit habe, Bauplätze für junge Familien anzubieten. „Woher sollen dann die Kinder kommen, die in der Mensa essen?“, fragte sich Käfer und erinnerte an die Wahlkampfversprechen aller Kandidaten, Baugrund für die Ortschaft zu schaffen.

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Ortschaftsrat Roland Meßmer kritisierte einen Leserbrief im SÜDKURIER vom 13. November. „Jeder hat das Recht, seine Meinung frei zu äußern, aber was man nicht machen sollte, sind Märchen, Mutmaßungen bis hin zu Anschuldigungen in die Zeitung zu bringen, die nicht stimmen“, so Meßmer und unterstellte dem Verfasser, dass dieser schlecht recherchiert beziehungsweise keine Ahnung“ habe. „In dem Leserbrief wurde dem Ortschaftsrat und den Anwohnern des nördlichen Baugebietes vorgeworfen, man hätte das Vogelschutzgebietes bewusst gestaltet, um Ruhe zu haben“, zitiert Meßmer aus dem Leserbrief. Aus der Beschlussvorlage vom 20. Dezember 2006 gehe aber hervor, dass sich der Ortschaftsrat damals sehr wohl darum bemüht hatte, auf dieser Fläche Freiräume zu erhalten oder zu schaffen. „Zu behaupten, dass hier jemand etwas verhindern wollte, ist sachlich falsch“, so Messmer.

Zufrieden zeigte sich Bucher mit der innerörtlichen Bebauung, die kaum einen Leerstand aufweise. „Was in Rietheim und auch in den anderen Ortschaften in den letzten Jahren hierzu geleistet wurde, zeigt, dass wir am Ball sind“, so Bucher.