Die Parkplätze der Stadtwerke sind voll, Autos stehen dicht an dicht vor der Einfahrt zum Gelände, auf der Pforzheimer Straße herrscht Verkehrschaos – Anlass für den Ansturm auf die Stadtwerke ist die erneute Ausgabe von Mineralwasser an die Bürger in Villingen-Schwenningen und Umgebung, die vom verunreinigten Leitungswasser betroffen sind.

In einer langen Schlange, die fast bis zum Ende der großen Parkfläche reicht, stehen sie vor Halle C. Dort werden die Wasserkästen ausgegeben: Alle Betroffenen können sich nach Vorzeigen ihrer Ausweispapiere, vorläufig bis zum Freitag, täglich neun Liter Mineralwasser abholen. Diese sind für einen Haushalt vorgesehen, doch auch für betroffene Nachbarn dürfen Kästen mitgenommen werden.

Mit dabei ist auch Personalleiter Martin Schwellinger. Er war schon am Samstag, dem ersten Ausgabetag, vor Ort: "Da haben wir 15 000 Liter Mineralwasser ausgegeben". An diesem Montag sind es noch mehr – ganze 32 Paletten mit Kästen werden ausgegeben, das sind mehr als 18 000 Liter Wasser. Angesichts des enormen Andrangs packt sogar Ulrich Köngeter, der Geschäftsführer der Stadtwerke VS, beim Austeilen mit an. Die Resonanz bei den betroffenen Menschen ist meist positiv. "Ich finde es gut, dass es das Angebot gibt", sagt der Schwenninger Uwe Hakenjos. Allerdings sei er genervt, dass es keine Ausgabestelle in Schwenningen gebe. Schließlich seien dort die meisten Betroffenen. Diese Meinung teilen viele Menschen aus Schwenningen, Weilersbach und Dauchingen. Zumindest für die Dauchinger gibt es seit gestern eine zweite Ausgabestelle im Bauhof.