Bevor Yasar Büyükduran im Oktober seine neue Herzklappe erhielt, hatte er innerhalb einer Woche sechs Kilogramm abgenommen. Schon nach zwei Wochen in der Jungen Reha in Tannheim hat der 20-Jährige bereits acht Kilo zugenommen – der Aufenthalt im Schwarzwald tut ihm rundum gut.

Dass der Kölner nach seiner Herz-Operation eine Rehabilitationsmaßnahme bewilligt bekommen würde, war schnell klar. „Ich habe der Krankenkasse aber auch gleich gesagt: Wenn ich eine Reha mache, dann nur in Tannheim.“ Schon zuvor war der Herzpatient in Tannheim – und er war begeistert. Eine klassische Erwachsenen-Reha mit Patienten, die meist mehr als doppelt so alt seien wie er, könne er sich nicht vorstellen. „Man will sich ja auch austauschen.“ Für Yasar, der eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann absolviert, war es nicht die erste Herzoperation. Schon bevor er seinen ersten Geburtstag feierte, wurde er mehrfach operiert. Seine eigene Herzklappe konnte allerdings bis zu diesem Jahr noch erhalten werden. Dann machten sich die ersten Abnutzungserscheinungen bemerkbar: Kurzatmigkeit, die Kondition ließ immer stärker nach. „In der Arbeit bin ich täglich sieben bis 15 Kilometer zu Fuß unterwegs. Da merkt man schnell wenn die Kondition nachlässt.“ Ende Oktober bekam er die neue Herzklappe implantiert, im November begann seine Reha in Tannheim.

Wie lebt ein junger Mensch mit einer Herzerkrankung? „Ich wusste immer, wo meine Grenzen waren“, sagt er. „Anfangs fand ich es oft nervig. Aber man lernt, damit umzugehen.“ Seine größte Angst sei es gewesen, nach der Operation „ausgeknockt“ zu sein und sich womöglich nicht einmal selbst die Zähne putzen zu können. Befürchtungen, die auch eingetroffen sind. Ein enormer Druck auf der Brust, Rückenschmerzen und mehrere Katheterschläuche, die eine Woche lang Blut und Wundflüssigkeit aus dem Brustkorb ableiten – das waren seine ersten Eindrücke nach dem Erwachen aus der Narkose.

„Ich fühle mich super“, sagt der 20-Jährige wenige Wochen nach der mehrstündigen OP. Er fand in Tannheim schnell Anschluss, es gebe viel Programm. „Und vor allem ist die medizinische Versorgung super und man wird wieder fit, um seine Ziele zu verwirklichen.“ Yasar konnte in Tannheim auch anderen helfen: Zwei Mal berichtete er vor Eltern aus der Familienreha, wie es sich mit einer Herzerkrankung lebt. „Man sollte die Kinder nicht in Watte packen. Ich finde es schön, wenn ich Eltern etwas die Angst nehmen kann.“

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