Warum nicht gleich so? Das konnte man denken, als man am Dienstagabend im Rathaus in Schwenningen den Ausführungen von Bauamtsleiter Ulf Millauer zur Richthofenstraße gelauscht hatte. Werner Ettwein, von den Freien Wählern, hatte im Technischen Ausschuss angefragt, warum die Straße trotz monatelanger Sperrung immer noch einer Buckelpiste gleiche.

Hat also angesprochen, was die Bürger der Stadt schon am ersten Tag nach dem Ende der Bauarbeiten massiv bemängelt hatten. Und siehe da, Millauer hatte eine Erklärung parat, die das alles plausibel macht. Bis zur Erschließung des Mangin-Geländes muss die Straße noch mehrmals aufgerissen werden, sie jetzt zu sanieren hätte also keinen Sinn gehabt. Warum also nicht gleich so?

Man brüstet sich damit, ein offenes Rathaus sein zu wollen. Offen für die Anliegen der Bürger. Dazu gehört aber mitunter auch, selber die Initiative zu ergreifen und zu informieren. Und das im Zweifel nicht nur einmal. Der gemeine Verkehrsteilnehmer kann nicht verstehen, warum die Straße nach einer monatelangen Sperrung noch so schlimm aussieht, wie vorher. Ein Schild wäre vielleicht die Lösung gewesen. Aktiv informieren eben. Denn auch das ist Bürgernähe.