Der Gemeinderat hat es abgelehnt, derzeit einen neuen Radweg zwischen Villingen und Marbach bauen zu lassen. Der Hintergrund: Vor den Haushaltsberatungen will sich die Mehrheit nicht ein Projekt aufhalsen, das 572 000 Euro kostet. Davon gingen zwar 220 000 Euro als Zuschüsse ab, dennoch plädierte Gudrun Furtwängler für eine Aufschiebung. Sie hielt die Kosten für die 1,2 Kilometer für zu hoch. Der Radweg würde die aus Brigachtal kommende Route entlang der Bahn fortsetzen. Bisher müssen Radler entweder den Weg über Marbach oder über Rietheim nehmen, so aber mehrfach verkehrsreiche Straßen überqueren. Auch aus diesem Grund plädierte Cornelia Kunkis-Becker von den Grünen allerdings vergeblich für das Projekt. Sie verwies darauf, dass es nicht um Radtouristen, sondern um Pendler, die täglich das Rad zur Arbeit nutzen, geht.

Abgesetzt wurde ein weiteres Projekt, bei dem ein Teil der Gemeinderäte die Kosten vor den Haushaltsplanberatungen nicht akzeptieren wollte: ein neues Verkehrsentwicklungskonzept. Hinzu kam nach unseren Informationen die Kritik, dass ein neues Ingenieurbüro beauftragt werden solle. Da es nicht das erste Konzept dieser Art sei, wurde überlegt, Fachleute, die sich bereits eingearbeitet hatten, zu kontaktieren.