Vom 25. November bis zum 10. Dezember begehen Organisationen und Kommunen auf der ganzen Welt die sogenannten Orange Days. Diese 16 Tage sollen Raum bieten für diverse Aktionen, um auf das Thema Gewalt gegen Frauen aufmerksam zu machen. Die Frauenrechtsorganisation der Vereinten Nationen fordert: Färbt die Welt orange. Etliche Städte sind dieser Aufforderung bereits gefolgt. So hat man in Österreich vergangenes Jahr knapp 70 öffentliche Gebäude orange angestrahlt. Die Stadt Schaffhausen plant, den Rheinfall orange erstrahlen zu lassen.

Zusammenarbeit mit Künstlerin

Die Ortsgruppe Villingen-Schwenningen des Frauen-Serviceclubs Soroptimist International hat sich nun mit der Künstlerin Marja Scholten-Reniers zusammen getan, um auch hier ein orangenes Zeichen zu setzen. Die gebürtige Niederländerin ist vielen Doppelstädtern durch die Installation mit den Melkschemeln ein Begriff, die auf der Empore im Franziskaner Museum unter dem Titel „Mein Platz in Villingen-Schwenningen„ ein multikulturelles VS symbolisieren.

Frauen aus der Opferrolle holen

Für die Orange Days hat sich die Künstlerin zusammen mit der Soroptimistin Anja Rudolf ein Kunstprojekt ausgedacht, das die Frauen aus der Opferrolle holt: Ein Punchball und die zugehörigen Boxhandschuhe werden zum Symbol für die Zurückeroberung der Selbstbestimmtheit, des Mutes und allem, was durch die Gewalterfahrung verloren gegangen ist. Unter dem Projekttitel „Es gibt viel zu verlieren“ sind die Frauen aufgefordert, alles, was ihnen durch Gewalt verloren gegangen ist, festzuhalten.

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Die Texte und Symbole werden dann in weißer Schrift auf orangenen Stoff gestickt und zu einem Überzug für den Punchball gefertigt. Als Projektabschluss planen die Initiatorinnen eine stille Mahnwache durch öffentliches Aufstellen der orangenen Bälle.

Wer bei diesem besonderen Kunstprojekt mitmachen möchte, ist am Freitag, 25. Oktober, von 14 bis 19 Uhr und am Samstag, 16. November, von 10 bis 16 Uhr in die Hansjakobstube des Schwenninger Heimatvereins in der Bürkstraße 18 willkommen.