Aus der Traum, das am Schwenninger Moos geplante Hotel für junge Gäste, das von Hotelier Ronan Doran und der Investorenfamilie Meder geplante Green Hotel wird jetzt doch nicht gebaut. Wie aus verschiedenen Quellen zu hören ist, sei es aktuell nicht möglich in dem gesteckten finanziellen Rahmen zu bleiben, wenn man wie geplant ökologisch bauen und preisgünstig vermieten will.

Hotelier Ronan Doran bestätigte gestern die Informaitonen und bedauerte das Scheitern. Man habe sich die Entscheidung nicht leichtgemacht, aber das Projekt ist jetzt endgültig gestorben, so Doran. Man habe die Planung mit sehr viel Herzblut betrieben und „wir wollten etwas ganz Besonderes schaffen“, erklärt der Hotelier auf Nachfrage. Man wollte etwas für junge Sportler tun, und man wollte einen wirklich ökologischen Bau hinstellen und nicht nur ein grün angemaltes Haus. Da waren Innovationen wie Regenwasser Rückgewinnung und eine Fotovoltaik Fassade ebenso vorgesehen wie eine toll begrünte Außenfläche. Es gab tausend Ideen, aber leider sei das bauhandwerkliche Umfeld aktuell nicht geeignet, ein solches Projekt im Kostenrahmen umzusetzen. Hinzu kommt, dass es in der Bauwirtschaft an Kapazitäten fehle, weshalb man sich jetzt lieber zu einem Ende mit Schrecken durchgerungen habe.

Das geplante Green Hotel sollte in der Bauausführung ökologisch, nachhaltig und umweltverträglich sein und auch die Zimmerpreise sollten insbesondere für junge Menschen erschwinglich sein. Klaus Hässler, Geschäftsführer der Kunsteisbahn Gesellschaft, bedauerte die Entscheidung ebenfalls. „Wir haben natürlich mit der Umsetzung gerechnet und unsere eigenen Konzepte darauf abgestimmt“. Das Hotel hätte den Ausbau des Eishockey-Stützpunktes gut ergänzt. Aber, jetzt stecke man den Kopf nicht in den Sand, so Hässler. Er habe auch Verständnis für die Entscheidung der Investoren in einem derzeit schwierigen Marktumfeld.