Fans der historischen Villinger Fastnacht können aufatmen. Ein Kompromiss, dass die Reiter der Kavallerie an den großen Fastnachtsumzügen teilnehmen dürfen, ist in greifbare Nähe gerückt. Nun muss Oberbürgermeister Jürgen Roth den zusätzlichen Sicherheitsvorschriften noch zustimmen.

Das könnte Sie auch interessieren

In Gang gebracht wurde das aufwändige Verfahren durch einen ehemaligen Rittmeister der Bürgerwehr, Ernst Maier. Maier, selbst passionierter Reiter, sah eklatante Sicherheitsmängel während der Umzüge und informierte das Bürgeramt. Vor allem sollten alle Reiter schon aus versicherungsrechtlichen Gründen eine Qualifikation vorweisen. In den vergangenen Tagen suchten die Verantwortlichen fieberhaft und unter Zugzwang nach einer Lösung, stand doch die Gefahr im Raum, dass die historischen Fastnachtsumzüge ohne die Kavallerie stattfinden müssten.

Das könnte Sie auch interessieren

Nun ist ein Ergebnis erzielt worden, wie Anselm Säger, Zunftmeister der Narrozunft und als solcher auch im Vorstand der verantwortlichen Historischen Bürgerwehr und Trachtengruppe, auf Anfrage bestätigte. Die Vereinbarung besteht aus zwei Teilen. So sollen die Pferde der acht bis zehn Kavalleristen einem Gelassenheitstraining unterzogen werden. Dabei werden die Tiere besonderen Situationen ausgesetzt, die auch bei den Umzügen auftreten: Beispielsweise werden Luftballons zum Platzen gebracht, Regenschirme plötzlich aufgespannt oder der Narromarsch laut abgespielt.

Die Pferde sollten auch über Planen gehen können, ohne zu schrecken, führte Säger aus. Außerdem müssen die Reiter, die keinen entsprechenden Pass vorweisen können, noch ein Training absolvieren. Diese Zusatzprüfung, die von einem speziell ausgebildeten Trainer in einem Dauchinger Reitstall abgenommen wird, können die Kavalleristen Anfang Februar ablegen.

Anerkennung für Ralf Glück

Voll des Lobes ist Säger über die Arbeit des Bürgeramtsleiters Ralf Glück. Glück musste der Meldung ja nachgehen, habe aber alles getan, um in der Kürze der Zeit einen Kompromiss zu finden. Die neuen Vorschriften orientieren sich an denen Rottweils.