Den Schul- und Pausenhof der Grund- und Hauptschule Pfaffenweiler moderner und bewegungsanimierter zu gestalten ist das erklärte Ziel des Fördervereins der Schule und der Ortsverwaltung Pfaffenweiler. Ein Bewegungsparcours soll entstehen, der für Jung und Alt sportliche Anreize schafft, sich fit zu halten.

Ein Bewegungsparcours mit einem Klettergerüst, so wie er beim Gymnasium am Romäusring aufgebaut ist, eine Netzschaukel und ein Balancierbalken plant der Förderverein der Grund-und Hauptschule Pfaffenweiler im Pausenhof der Schule. Bild: Roland Dürrhammer
Ein Bewegungsparcours mit einem Klettergerüst, so wie er beim Gymnasium am Romäusring aufgebaut ist, eine Netzschaukel und ein Balancierbalken plant der Förderverein der Grund-und Hauptschule Pfaffenweiler im Pausenhof der Schule. Bild: Roland Dürrhammer

„Für uns ist es bei dem Mammutprojekt wichtig, die Schüler schon bei der Planung mit ins Boot zu nehmen und dass sie auch Wünsche in der Auswahl der Geräte äußern dürfen“, sagt Tobias Hummler, Vorsitzender im Förderverein und Lehrer für Sport und Deutsch im Gymnasium am Romäusring. Die Erst- und Drittklässler aus Pfaffenweiler ließen sich dort die Anlage von den Achtklässlern aus dem Sportprofil erklären und testeten sie ausgiebig.

Sie geben alles: die Schüler der Grund- und Hauptschule Pfaffenweiler, um möglichst viele Runden um das Schulgelände zu laufen und durch die Spenden ihren Beitrag zur Finanzierung des Bewegungsparcours zu leisten. Bild: Roland Dürrhammer
Sie geben alles: die Schüler der Grund- und Hauptschule Pfaffenweiler, um möglichst viele Runden um das Schulgelände zu laufen und durch die Spenden ihren Beitrag zur Finanzierung des Bewegungsparcours zu leisten. Bild: Roland Dürrhammer

Ein wichtiger Punkt bei dem Projekt ist die Finanzierung. „Je nach Anzahl der Geräte kommen da schon 30 000 bis 40 000 Euro zusammen“, beziffert Hummler die Kosten. Um diese Summe aufzubringen, unterstützen Sponsoren, die Ortsverwaltung, der Förderverein und Zuschüsse von Banken und Stiftungen das Projekt. Ein Sponsor hat sich bereit erklärt, ein Gerät komplett zu finanzieren. „Aber wir wollen den Kindern nicht einfach nur etwas hinstellen, sondern sie sollen auch ihren Beitrag zur Finanzierung leisten“, sagt Hummler. So entstand die Idee mit dem Spendenlauf rund um das Schulgelände. Schüler suchten sich im Vorfeld Sponsoren, die für jede gelaufene Runde einen bestimmten Betrag bezahlten. Eine Runde umfasste eine Länge von 333 Metern.

3003 Runden, Cedric und Pauline sind am sportlichsten

Das Reglement war einfach: vier Stunden gehen, laufen, rennen – alles war erlaubt und pausieren erwünscht. Dazu gab es frisches Obst und Getränke. Die Motivation der 80 Schüler war enorm: 3003 Runden wurden insgesamt gelaufen. Das bedeutet einen Betrag von 10 000 Euro für das Projekt. Die besten Läufer kamen aus der dritten Klasse: Cedric Heine mit 100 und Pauline Hummler mit 60 Runden.

Lob vom Ortsvorsteher

„Das Projekt ist eine tolle Sache und es ist grandios, was die Schüler heute geleistet haben“, lobt Martin Straßacker, Ortsvorsteher von Pfaffenweiler, und freut sich schon auf die Anlage. Wichtig ist, dass die Anlage zum Treffpunkt für Jung und Alt wird, darin sind sich Straßacker und Hummler einig. „Vormittags soll sie den Schülern zur Verfügung stehen und nachmittags für alle Bürger offen sein“, sagt Hummler. Sein Wunschtermin zur Einweihung der Anlage ist Ende Oktober, spätestens April/Mai 2020.