VS-Marbach – Wirklich umstritten war sie nicht, die 3000 Euro teuere Geschwindigkeitsmessanlage, die der Ortschaftsrat Marbach kaufen will. Aber konkrete Fragen zu den Aufstellorten und den technischen Möglichkeiten, die eine solche Anlage bietet, hatten die Marbacher Ortschaftsräte schon. Die neue mobile Anlage misst die Geschwindigkeit und signalisiert dem Fahrer per Display, ob er sich an die vorgegebene Geschwindigkeit hält oder nicht. Auch zählt es die Fahrzeuge. Es gibt aber keinen Strafzettel bei Fehlverhalten, wie bei den Blitzern an den beiden Ortseingängen.

Es gebe viele Straßen, die zum Rasen einladen, war man sich einig im Ortschaftsrat. Als Tatsache gelte auch, dass die beiden fest installierten Blitzer nicht ausreichen, um den Verkehr durch Marbach zu beruhigen. Dies insbesondere auch deshalb, weil die Geräte ausschließlich in eine Richtung messen.

Die meisten Räte überlegten, ob Marbach nicht gleichzeitig in eine 1800 Euro teure Erweiterung der neuen Anlage investieren solle, um auch zu erfahren, welche Fahrzeuge es sind, die den starken Durchgangsverkehr in Marbach ausmachen. So sollen nicht nur die schnellen, sondern alle motorisierten Verkehrsteilnehmer ermittelt werden. Man gebe über das Jahr gerechnet immer wieder Geld für Verkehrszählungen aus, das man unter Umständen dann einsparen könne, lautete ein Argument für das Zusatzgerät. Auch könne der Ortsteil dann gegenüber anderen Gemeinden mit belastbaren Verkehrszahlen auftreten, meinte Ortsvorsteherin Kern-Epple. Für sie war die jetzt beschlossene Anschaffung des Grundgerätes aber erst einmal das Wichtigste. Man könne dann ja weiter diskutieren, meinte sie nach dem Beschluss, der bei einer Gegenstimme zustande kam.

Im weiteren Verlauf der Sitzung blickte die Ortsvorsteherin zurück auf ein Jahr mit vielen Themen. Dazu gehörte der Wechsel an der Spitze des Kindergartens. Zwar stehe die neue Leiterin Janine Hafner für mehr Ganztagsbetreuung, was man absolut positiv erlebe, aber auf die Notfallrutsche warte man immer noch. Der Spielplatz, den man mit Hilfe der Bürger umgebaut habe, müsse jetzt nur noch abgenommen werden.

Für die Reparatur und Pflege aller Marbacher Spieleinrichtungen habe man noch Rücklagen von etwa 10 000 Euro. Kern-Epple erinnerte an die bösen Überraschungen inklusive Wasserschaden, die man beim Austausch der Schultüre erlebte. Sie freute sich, dass jetzt alles wieder dicht sei. Die Erschließung des Wohngebiets Melben sei fertig und zwölf der 19 Bauplätze seien fest vergeben. Auch für die weiteren sieben Plätze gebe es Bewerbungen.

Der zweite Kreisverkehr sei im Haushalt abgesegnet. Kern-Epple rechnet mit einem Baubeginn im Sommer 2017 und einer Bauzeit von fünf Monaten. Noch nicht in trockenen Tüchern sei dagegen der neue Radweg. Außerdem hoffe sie, dass die tiefsten Löcher in der Straße zu den Sportanlagen noch vor dem Winter repariert werden.