Sie haben dem Schneetreiben getrotzt, sie haben gelacht und sie haben gefeiert: Bei den Umzügen in den Ortsteilen kamen die Zuschauer und die Teilnehmer voll auf ihre Kosten. Ein kurzer Überblick.

  • Tannheim: Rar und begehrt waren die Unterstehplätze entlang der Festhalle in Tannheim. Aber auch starker Schnellfall und minus zwei Grad trübten die Stimmung der wartenden Zuschauer nicht. Als sich der Umzug, angeführt von der Tannheimer Musikkapelle, ankündigte, hatte das Wetter ein Einsehen und blauer Himmel und Sonnenschein taten sich auf. Am Vorabend noch auf der Bühne führte Zunftmeister Tobias Baumgärtner die Garde beim Umzug um den Tannheimer Ring an. Schneebedeckte Osemali folgten ihrem Umzugswagen, auf dem die Jüngsten ihren Platz hatten. Süßes gab es vom Narrenpaar Angelika Hug und Jörg Hennig und einen Likör für die Großen vom Schesä Club als Emojis verkleidet. Wegen TÜV- und Umzugsvorgaben wollte eine Gruppe gar die Tannheimer Fasnet zu Grabe tragen. Die Schlierbachnarren aus Schabenhausen bildeten als Wasserträger einen schönen Abschluss des Tannheimer Umzuges. Während sich die Hästräger und Zuschauer auf den Weg in die Festhalle machten, verdunkelte sich der Himmel wieder und erste Schneeflocken fielen zu Boden.
  • Pfaffenweiler: Wie hoch der Stellenwert des Pfaffenweiler Umzugs inzwischen ist, zeigt ein Blick auf die Gästeliste: Neben Meister Yoda aus den Star Wars Filmen waren auch Donald Trump samt Gattin eingeflogen sowie der ein oder andere Marsianer.
    Keiner wollte sich den kleinen, aber dennoch liebevoll gestalteten Umzug mit sechs Gruppen entgehen lassen. Angeführt wurde das Treiben von der Musikkapelle und den Wolfbachrolli. Viel Selbstironie bewiesen die Mitglieder des Kirchenchors. Als Ärzte und Krankenschwestern der Dreifaltigkeitsklinik hatten sie einen Preiskatalog für Gesichtslifting, Fettabsaugen und Transplantation von Fremdkörperteilen dabei, der von einer Flasche Jägermeister bis zum lebenslänglichen Zutritt zum Weinkeller reichte. Getreu dem Motto: "Für eine Frau ist Schönheit unbedingt wichtiger als Intelligenz, denn für Männer ist Sehen leichter, als Denken." Für Zuschauer und Narren ging es nach dem Umzug in der Festhalle weiter.
  • Obereschach: Einen tollen, farbenprächtigen „Rum-und-Num Umzug“, der inzwischen Traditionsstatus erreicht hat, organisierte in diesem Jahr die Gayser-Gilde. Seinen Namen trägt der Umzug deshalb, weil vor Jahren die Willerschbacher Epfelschittler und die Obereschacher Gayser-Gilde vereinbart haben, diesen Umzug abwechselnd in Weilersbach und Obereschach am Fasnet-Mentig durchzuführen. Obwohl immer wieder heftiges Schneetreiben einsetzte, kamen zahlreiche Zuschauer in die Neuhauser Straße, um den zwar kleinen, aber feinen Umzug zu erleben, der von der Musik- und Trachtenkapelle Obereschach angeführt wurde.
    Und so waren auch einige befreundete Zünfte wie die Epfelschittler aus Weilersbach, aus Niedereschach, Mönchweiler, Schwenningen, Oberbränd, Dittishausen und aus Waldhausen, zum Teil mit ihren Musikkapellen nach Obereschach gekommen, um den Umzug zu bereichern. Und pünktlich zum Umzugsbeginn hatte auch das Schneetreiben ein Ende, sodass nicht nur die vielen Zuschauer, sondern auch die Narren ihre wahre Freude daran hatten. Nach dem Umzug herrschte dann in dem eigens eingerichteten Narrendorf bei der Festhalle Jubel, Trubel, Heiterkeit bis spät in den Abend.