Oberbürgermeister Jürgen Roth krempelt gleich zu Beginn seines zweiten Amtsjahres den traditionellen Neujahrsempfang völlig um: Dieser soll zeitlich um eineinhalb Stunden versetzt in der Tonhalle in Villingen und in der Neckarhalle in Schwenningen stattfinden.

Außer der Ansprache des Stadtoberhaupts können sich die Bürger zu verschiedenen aktuellen Themen einbringen und mit Experten darüber diskutieren. Seine neuen Pläne stellte Oberbürgermeister Jürgen Roth am Montagabend mit Hauptamtsleiter Joachim Wöhrle und Pressesprecherin Oxana Brunner der Presse vor.

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Das Hauptanliegen von Jürgen Roth: „Ich will den Kontakt zu den Bürgern haben.“ Außerdem sei es ihm wichtig, dass er zu den Bürgern komme und sie vor Ort abhole. Deshalb finde der Neujahrsempfang in beiden großen Stadtbezirken statt. „Das ist ein Neuanfang und wir wollen das jetzt einfach mal ausprobieren“, so Roth. Villingen und Schwenningen seien zwei selbstbewusste Stadtbezirke und bilden gemeinsam das Dach für die gemeinsame Stadt.

So sollen die Empfänge ablaufen: In Villingen startet die Veranstaltung um 15.30 Uhr in der Neuen Tonhalle. Die Gäste können sich bis um circa 16.30 Uhr an verschiedenen Ständen zu unterschiedlichen Themen informieren: Stadtwald und Klimawandel, Kindertagesbetreuung, Breitband und Digitalisierung, Wohnungsbau und Öffentlicher Nahverkehr.

„Hier können die Bürger ihre Anregungen loswerden, Fragen stellen und mit den Experten aus der Verwaltung sprechen“, stellt Jürgen Roth das neue Format vor. Das Angebot solle bewusst sehr niederschwellig sein. Um 16.30 Uhr hält der Oberbürgermeister dann seine Ansprache, die bis 17.15 Uhr dauert. Danach gibt es eine moderierte Talkrunde mit den Experten auf der Bühne. Ab 18 Uhr ist dann das gemütliche Beisammensein bei einem Glas Sekt geplant.

In Schwenningen fängt der Neujahrsempfang um 17 Uhr an, ebenfalls mit den Ständen zu den verschiedenen Themenkomplexen. Hier trifft OB Roth kurz vor 18 Uhr ein und hält die gleiche Rede wie in Villingen. Danach fährt er wieder nach Villingen, um mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen. Zum Beisammensein und Ausklang in Schwenningen will Roth dann wieder in der Neckarhalle sein.

Wie Joachim Wöhrle erklärte, habe die Verwaltung auch überlegt, die Rede per Video in die andere Halle übertragen zu lassen. „Aber es ist wichtig, dass der Oberbürgermeister persönlich vor Ort ist, das ist auch ein Zeichen der Wertschätzung gegenüber den Bürgern.“ Ganz wichtig ist der Stadtverwaltung, dass wirklich alle Bürger eingeladen sind, sie können ohne Anmeldung einfach kommen – ganz egal ob in die Neckarhalle oder die Tonhalle. Diesen Aspekt wolle man eindeutig in den Vordergrund rücken.