Die Debatte um den veränderten Namen des Kulturzentrums Klosterhof zeigt Wirkung. Die Jugend kehrt in die Bezeichnung zurück, erklärte der Vorsitzende des Jugendförderungswerks, Dieter Sirringhaus, auf Anfrage. Künftig wird es „Jugendkulturzentrum Klosterhof“ oder auch „Jugend- und Kulturzentrum Klosterhof“ genannt.

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Die Diskussion brach los, als der Träger der Einrichtung, das Jugendförderungswerk, die Einladung zur Eröffnung Ende März verschickte. Dort war nur noch vom „Kulturzentrum Klosterhof“ die Rede, Aufklärung erbat die SPD-Ratsfraktion in den Ausschüssen. Jetzt sollte die Stadtverwaltung sogar die Verträge prüfen, das das kann sie sich sparen. Das Jugendförderungswerk wird den Namensbestandteil „Jugend“ wieder aufnehmen.

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Sirringhaus befindet sich derzeit in der Dominikanischen Republik und verfolgt die Diskussion unter blauem Himmel fassungslos über das Internet. Die Befürchtung, mit einer Namensänderung könnte sich auch die Aufgaben ändern, weist er weit von sich. „Was diese Stadt für Ängste hat“, kommentiert er den Vorgang.

Immer wieder sei festgehalten worden, dass im Jugendkulturzentrum nicht nur Veranstaltungen für Jugendliche, sondern auch für Familien und Erwachsene organisiert werden.

Nicht nur für Jugendliche

Weil das Jugendförderungswerk jetzt beginnt, Werbung zu machen, befürchtete der Vorstand, dass die alte, neue Begrifflichkeit zu sehr auf die Jugend begrenzt sei. Sirringhaus nennt als Beispiel die Kultband „Papis Pumpels“, die am Klosterhof auftreten wird, und in der Regel alle Generationen begeistert.

Die geänderte Formulierung sollte signalisieren, dass sich von solchen Veranstaltungen eben nicht nur Jugendliche angesprochen fühlen. Daher werde das Jugendförderungswerk den Namensbestandteil „Klosterhof“ ohnehin größer herausstellen, um so eine Marke zu schaffen. Der Vorsitzende des Jugendförderungswerks legt viel Wert auf einen eingängigen Namen, weil das Jugendkulturzentrum sicherlich auch an seinem Erfolg gemessen wird.

Die Veranstaltungen sollten möglichst viele Besucher anziehen, immerhin müsse die Einrichtung mit nur einem hauptamtlichen Geschäftsführer betrieben werden. Alle anderen Mitarbeiter des Jugendförderungswerks helfen ehrenamtlich, „wir tun also etwas für die Stadt“. Schon von daher verstehe er es nicht, dass die Arbeit so kritisch beäugt werde.

Nachfolger für Jugendscheune

Das Jugendkulturzentrum Klosterhof ist die Nachfolgeeinrichtung der 2007 geschlossenen, auf demselben Gelände vom Jugendförderungswerk betriebenen Jugendscheune. Diese Scheune, inzwischen abgerissen, musste wegen Brandschutzauflagen zu gemacht werden. Sie stand auf dem Areal des früheren Familienparks zwischen Villingen und Schwenningen gar nicht weit vom neuen Gebäude.