Markus Megerle, der neue Feuerwehrkommandant von Villingen-Schwenningen, ist nun im Amt. Schon den ganzen Sommer über hat er sich mit seinem neuen Job beschäftigt und viele Vorab-Termine in der Stadt übernommen. Über Digital-Funk und Datenvernetzung war er ebenfalls schon in das Feuerwehrgeschehen vor Ort informativ eingebunden.

Markus Megerle kennt sich in seinem Job aus – die Schreibtischarbeit gehört dazu.
Markus Megerle kennt sich in seinem Job aus – die Schreibtischarbeit gehört dazu. | Bild: Hans-Juergen Goetz

In seinem neuen Büro im Feuerwehrgerätehaus in Schwenningen arbeitet er sich jetzt erst einmal in die lokalen Strukturen und Verwaltungsthemen in Villingen-Schwenningen ein. Neben dem Thema Personal- und Einsatzplanung muss er sich natürlich auch mit der mittel- und langfristigen Finanzplanung auseinandersetzen, um eine stets Einsatzfähige Feuerwehrbereitschaft gewährleisten zu können. Ausserdem wurde mit seiner Amtseinführung auch die kommunale Aufgabe des Zivil- und Brandschutzes von der Baurechtsbehörde zur Feuerwehr in seine Verantwortung übertragen.

„Gelerntes Handwerk“

„Das Feuerlöschen ist gelerntes Handwerk, der Unterschied liegt in den langjährig etablierten Abläufen vor Ort“, so Megerle. „Vor allem ist mir das Kennenlernen aller Beteiligten, in der Wehr, in den Behörden und bei den anderen Wehren im Umland wichtig“.

Alles begann beim THW

Angefangen hat der 42-Jährige mit 17 Jahren als Freiwilliger beim Technischen Hilfswerk in Ellwangen. Freunde hatten ihn damals überredet, sich die Arbeit beim THW mal näher anzusehen. Nicht lange, und es war um ihn geschehen, durch seine damaligen Berührungspunkte zur Feuerwehr hat er sich dann auch dazu entschlossen, das Thema im Jahre 2002 zu seinem Beruf zu machen und Feuerwehrmann zu werden.

Respekt und Anerkennung für die neue Mannschaft

So bringt er vielfältige und langjährige Erfahrungen nach Villingen-Schwenningen mit, die er hier sehr gut einbringen kann. In seiner neuen Aufgabe ist er nun Chef von über 600 freiwilligen Feuerwehrleuten. „Es ist nicht unbedingt selbstverständlich, dass eine so große Stadt wie Villingen-Schwenningen noch eine rein freiwillige Feuerwehr hat“, sagt Megerle mit großem Respekt und Anerkennung für seine neue Mannschaft. Umso wichtiger ist es ihm, dieses wichtige Ehrenamt weiter zu stärken und seinen Leuten den Rücken vor den zunehmenden bürokratischen Aufgaben frei zu halten. Er sieht es auch als einer seiner vielen Aufgaben an, dafür zu sorgen, dass die Mitgliedschaft in der freiwilligen Feuerwehr auch weiterhin attraktiv bleibt und die gebührende Wertschätzung erfährt.

Draußen nach den Menschen schauen

Immer, wenn es sein Büro-Alltag zulässt, will er sich deshalb in den kommenden Wochen auch mit möglichst vielen Menschen im Umfeld der Feuerwehr unterhalten, etwa auch den vielen Betrieben, die ja ihre Mitarbeiter für diese wichtige Aufgabe freistellen müssen, auch wenn das gerade mal nicht so passt.

„Ich wurde hier in meinen ersten Tagen mit offenen Armen aufgenommen und unglaublich viele Leute haben mich hier bereits willkommen geheißen. Das ist schon ein schönes Gefühl“, freut sich Megerle, der sein neues Amt mit vollem Elan und großer Motivation angeht.