So schnell kann es gehen. Kaum startet das neue Jugendkulturzentrum Ende März, fehlt die "Jugend" im Namen. Das stieß den Sozialdemokraten so auf, dass sie gleich in zwei Ausschüssen eine Anfrage stellte. SPD-Sprecher Edgar Schurr störte sich im Technischen Ausschuss daran und bat um Auskunft, sein Kollege Frank Banse tat dies einen Tag später. Sie hätten eine Einladung zur Eröffnung der Einrichtung am 30. März erhalten – dort war dann nur noch vom Kulturzentrum Klosterhof die Rede. Offensichtlich trieb die beiden SPD-Stadträte die Sorge um, dass sich hinter ihrem Rücken auch konzeptionell etwas geändert habe.

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Dem ist wohl nicht so: CDU-Sprecherin Renate Breuning machte klar, dass dies ein Vorstandsbeschluss des Jugendförderungswerks war, dem auch Schurr-Sohn Nicola zugestimmt habe. Breuning hatte sich bei dem Verein nach den Hintergründen erkundigt. Das Jugendförderungswerk geht derzeit in die Werbung, will Flyer drucken lassen und macht sich auch Gedanken über eine Internetseite. Da erschien der bisherige Namen "Jugendkulturzentrum" als zu lang und zu sperrig. Aus Sicht Breunings kann der Verein darüber bestimmen, der Gemeinderat habe ja auch nicht über die Namen "K 3" des Jugend- und Kulturzentrums in der Kalkofenstraße oder des Schwenninger "Spektrum" abgestimmt. Sie machte den Vorschlag, die Einrichtung zunächst unter "Kulturzentrum Klosterhof" laufen zu lassen. Wenn sich der Veranstaltungsort etabliert habe, können die Jugendlichen selbst über den Namen entscheiden.

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In der Vergangenheit hatten Vertreter des Jugendförderungswerks klar gemacht, dass sich viele Angebote an Jugendliche, zum Beispiel Konzerte, Diskussionsveranstaltungen oder Stufenpartys, richten – aber nicht ausschließlich. Es gebe auch Veranstaltungen für andere Zielgruppen. Definitiv verhindern wollen die Macher, dass sich der Klosterhof als Stadtteiljugendtreff für das nahe Wohngebiet Schilterhäusle etabliert. Das sei so nie geplant gewesen.

Wie lautet der Vertrag?

Für die SPD-Fraktion ist die Sache nicht erledigt. Sie wollen jetzt wissen, was über den Namen in dem zwischen Stadt und Jugendförderungswerk geschlossenen Vertrag steht.