Villingen-Schwenningen (tri) Jörg Röber soll eine neue Position im Rathaus einnehmen können. Eine neu eingerichtete Stabsstelle für Digitalisierung steht hierfür offenbar in Aussicht, bestätigten am Dienstag mehrere Quellen gegenüber unserer Redaktion.

Röber, aktuell Referent von OB Rupert Kubon, kandidierte bei der OB-Wahl im Oktober dieses Jahres und unterlag dabei dem Tuninger Bürgermeister Jürgen Roth, der zum 1. Januar die Nachfolge Kubons antreten wird. Offenbar bemühten sich sowohl Rupert Kubon wie auch Jürgen Roth darum, für den 38-jährigen Röber eine interessante neue Stelle in der Stadtverwaltung zu finden. Gut informierte Kreise betonen, dass der Vorgang zielorientiert und sinnvoll sei. Keinesfalls handele es sich um einen finalen Versorgungsakt Kubons gegenüber seinem engen Mitarbeiter, wird weiter betont.

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Röber wird zugetraut, dass er sich spätestens mittelfristig noch einmal erneut um die Leitung einer Stadtverwaltung bewerben kann. Die Digitalisierung der Stadtverwaltung könne dabei ein Sprungbrett sein, von dem aus der promovierte Verwaltungswissenschaftler Schwung für eine neue Bewerbung holen könnte. Die Digitalisierung des VS-Rathaus gilt als eine Aufgabe mit Nachholbedarf. Manche sprechen sogar von einer Schwachstelle bei der Neuplanung der Verwaltungsstrukturen. Nach bisherigen Überlegungen soll die Verwaltung auf dem Villinger Kasernengelände Mangin zusammengefasst werden, Bürgerzentren sollen in den beiden Stadtbezirken und auch im kleineren Stil in den Ortsverwaltungen erhalten bleiben. Von einer wirklich smarten City, in der sich Bürger viele Behördengänge sparen und stattdessen auf digitalem Wege per Computer oder Smartphone mit dem Rarhaus verbindlich kommunizieren können, ist die VS-Verwaltung noch weit entfernt.

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Genau hier soll Röbers Aufgabe angesiedelt sein. Eine smarte City stellt nicht nur digitale Parkbänke mit Handylademöglichkeit und Wifi-Sender auf. Vor allem gemeint ist mit diesem Begriff die Entwicklung von Lösungsmöglichkeiten zu den großen Gegenwartsthemen wie dem demografischen Wandel. Interessanter Zusatzaspekt: Die neue Stelle ist nach Informationen des SÜDKURIER im OB-Dezernat angesiedelt und wird keineswegs vom Nachfolger Rupert Kubons weggerückt. Ein Umstand, der nach Meinung von Beobachtern den guten Willen der Beteiligten unterstreicht, dass aus den beiden OB-Konkurrenten Roth und Röber gute Kollegen werden könnten.

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