Jetzt liegt sie druckfrisch vor, die närrische Zeitung der Villinger Narrozunft. Die Narrenredakteure waren wieder ausgesprochen erfolgreich, die Missgeschicke ihrer Zeitgenossen in Wort und Bild aufzuspießen. Viele lustige Geschichtlein sind dabei herausgekommen. Am Samstagvormittag wird die Narrozeitung von Mitgliedern der Zunft auf dem Villinger Marktplatz bei der Parfümerie Butta zum Stückpreis von 2,50 Euro verkauft.

Die Ausgabe lohnt sich. Die Narrenredakteure Clemens Wursthorn, Bettina Langenbacher, Cecilia Rottler, Peter Kerber und Matthias Reiner haben das Jahr über wieder eifrig Stoff gesammelt und flott in Wort und Bild aufbereitet.

Schon der traditionelle politische Aufmacher der Narrozeitung auf der ersten Seite hat es in sich. Der Beitrag zur diesjährigen OB-Wahl in Villingen-Schwenningen enthüllt, dass bereits mehrere Kandidaten ihre Schemen in den Ring werfen. "Wenn der OB sich noch nicht entschließen kann, dann hätten wir da noch ein paar Vorschläge", schmunzelt Clemens Wursthorn.

Aufgedeckt hat das Redaktionsteam eine Fülle von Pleiten, Pech und Pannen, die sich die lieben Mitbürger, bevorzugt aus dem Umfeld der Narrozunft, das Jahr über geleistet haben. Wobei sich in der vorliegenden Ausgabe auch der erfolgreiche Zunftmeisterwechsel von Wöhrle auf Säger widerspiegelt. Beispielsweise die glänzend recherchierte Geschichte von Zunftmeister Säger, der bei seiner Abreise zur großen Bergsteigertour in Alaska sein Handy vergessen, dafür den Autoschlüssel im Hosensack behalten hat. Wie kreativ der Narrochef diese Pannen löste, ist mehr als lesenswert.

Massive kognitive Ausfälle leistete sich auch Sägers Bergkamerad Klaus Richter, der es tatsächlich geschafft hat, seine 900 Euro teuren Bergstiefel zu Hause stehen zu lassen. Wie er es dennoch auf den höchsten Berg Alaskas geschafft hat, steht in der Narrozeitung.

Dass die Narrenredakteure mit offenen Augen durch die Stadt gehen und die närrischen Possen des Bauamtes im Auge behalten, zeigt die Geschichte über den "Eklat am Wieselsberg". Bei der Neugestaltung der Wieselsbergstraße haben es die Bauarbeiter doch tatsächlich fertiggebracht, die unterschiedlich farbigen Pflastersteine für den Rad- und den Fußweg von den beiden Straßenenden her unterschiedlich zu verlegen.

Die Zeitungsinhalte sind allerdings nicht nur ein konzentrierter Nachweis von Demenz, Tollpatschig- und Peinlichkeiten in Villingen, sondern in dem ein oder anderen Fall auch von lehrreicher Gewitztheit oder neudeutsch "best practice". Darunter fällt die Geschichte jenes Oberchefredakteurs, der mit seiner Karosse vom Villinger Klosterring stets unter Ziehung eines Parkhaustickets durch das Inselhofparkhaus fährt, um sich die Wartezeit an zwei Ampeln zu sparen. Ein Stück praktische Lebenshilfe, zur Nachahmung empfohlen. Oder die Story eines ehemaligen Chefredakteurs und Fischliebhabers, der doch tatsächlich unter die Geldwäscher ging. Echt lesenswert. Die ganze Story gibt's in der Narrozeitung.

 

Zeitungsverkauf

Die aktuelle Narrozeitung wurde in einer Auflage von 1600 Stück gedruckt und wird zum Stückpreis von 2,50 Euro verkauft. Diesen Samstag, 13. Dezember, wird die närrische Blättchen von Mitgliedern der Zunft vor der Parfümerie Butta in der Villinger Innenstadt verkauft. Ab sofort gibt es die Narrozeitung auch in den örtlichen Buchhandlungen, weiteren Einzelhandelsgeschäften und mehreren Innenstadt-Cafés. Sie ist aber auch in mehreren Tankstellen ausgelegt. (est)