Ein seit über 40 Jahren ungeklärter Mordfall in Villingen wird am Donnerstag, 21. November, im ZDF aufgerollt. In der Sendung „Hallo Deutschland“ (ab 17.10 Uhr) geht es um den Fall der am 4. April 1978 ermordeten 13-jährigen Zelika Ivekic. Die Kriminalpolizei Villingen hofft, dass der Beitrag vielleicht doch noch Bewegung in die Aufklärung des Falls bringt, der die Ermittler seit über 40 Jahre vor Rätsel stellt.

Münzen wie diese verschwanden damals aus der Wohnung der Familie des Mordopfers. Sie zeigen Motive der Olympiade von 1972 in München.
Münzen wie diese verschwanden damals aus der Wohnung der Familie des Mordopfers. Sie zeigen Motive der Olympiade von 1972 in München. | Bild: Hahne, Jochen

Die Schülerin war seinerzeit in der elterlichen Wohnung am Falkenring 71 im Wohngebiet Steppach tot in der Badewanne auf dem Bauch liegend vorgefunden worden. Die Obduktion ergab, dass sie gewaltsam unter Wasser gedrückt und erstickt wurde. Ein sexueller Missbrauch hat nicht stattgefunden. Die Suche nach dem Täter blieb bisher vergeblich.

Der ungelöste Fall der ermordeten Jugendlichen aus dem Wohngebiet Steppach war in den vergangenen Jahrzehnten schon mehrfach im Fernsehen zu sehen. Dafür sorgte der zuständige Ermittler, der Erste Kriminalhauptkommissar Bernd Lohmiller (62). Zuletzt wurde der Mordfall vor einigen Jahren in der RTL-Fernsehreihe „Ungelöste Fälle“ dargestellt.

Kripobeamter Bernd Lohmiller hat immer wieder hartnäckig versucht, den Fall aufzuklären.
Kripobeamter Bernd Lohmiller hat immer wieder hartnäckig versucht, den Fall aufzuklären. | Bild: Hahne, Jochen

Nach jeder dieser Öffentlichkeitsfahndungen im Fernsehen haben sich neue Hinweise und Zeugen ergeben. Daher hofft Kripomann Lohmiller, der unmittelbar vor seiner Pensionierung steht, dass vielleicht doch noch ein entscheidender Hinweis kommt. „Vielleicht drückt ja irgendjemand, der etwas weiß, das Gewissen und er will diese Last loswerden. Wir wollen daher nichts unversucht lassen. Zeugen sollten sich auf jeden Fall bei der Polizei melden“, sagt er.

Lohmiller ist es bei seinen Ermittlungen gelungen, viele Jahre nach der Tat mit dem Aufkommen der DNA-Technik eine neue Spur zu finden. Einen Hausierer, der unter Verdacht stand, konnte er damit als Täter entlasten. Ein weiterer Verdächtiger, der erst letztes Jahr durch eine Zeugenaussage belastet wurde, konnte ebenfalls ausgeschlossen werden.

Beitrag im ZDF soll neue Hinweise bringen

Erneut aufgegriffen wurde der Fall jetzt vom ZDF-Journalisten Stefan Ummenhofer, der aus Villingen stammt. Er drehte mit seinem Team einen Beitrag für das News- und Boulevardmagazin „Hallo Deutschland“, das am Donnerstag, 21. November, um 17.10 Uhr ausgestrahlt wird. Die Familienangehörigen – ein Bruder und die Mutter wohnen noch in Villingen – sind vorab über den Filmbeitrag informiert worden und äußerten ihre Zustimmung.

Das Fernsehteam hat nicht nur den Ermittler interviewt, sondern auch mehrere Schauplätze aufgenommen, die mit dem Mordfall in Bezug stehen. Was aber zuhause geschah, liegt weitgehend im Dunkeln. Aus der Wohnung, so berichtet Kripomann Lohmiller, seien auch zwei auffällige Münzen verschwunden. Möglicherweise hat sie der Mörder mitgenommen. Es handelt sich um Sondermünzen mit Motiven der Olympiade von 1972 in München. Vielleicht, so Lohmiller, kann sich jemand noch daran erinnern, dass damals derartige Münzen aufgetaucht sind, die einen Hinweis auf den Täter geben könnten.

 

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