Vor dem Konstanzer Landgericht wird ab 26. November die Messerstecherei aus der Kaufhausgasse aufgerollt. Angeklagt sind drei Männer im Alter von 18 und 19 Jahren. Ihnen wird vorgeworfen, am 13. April 2018 in dem engen Gassenverlauf beim Münster zwei junge Männer geschlagen und verletzt zu haben. Im Verlauf der Auseinandersetzung soll einer der Angeklagten einem der Geschädigten ein Messer in die linke Brust gerammt haben, wobei der Angreifer, so das Landgericht, „billigend in Kauf genommen haben soll, dass der Geschädigte dadurch zu Tode kommt“. Das Opfer habe durch den Stich unterhalb des linken Schlüsselbeines eine tiefe Stichwunde und eine Verletzung der Lunge erlitten und habe sich in Lebensgefahr befunden.

Einige Tage nach der Tat soll der Messerstecher zudem die Geschädigten und ihre Freunde massiv bedroht haben. Laut dem Landgericht soll er angedroht haben, er werde sie abstechen, falls sie zur Polizei gingen, so ein Justizsprecher weiter vor der Hauptverhandlung. Der mutmaßliche Täter soll laut den Ermittlern bereits im Februar 2017 und im Oktober 2017 in der Bahnhofstraße und in der Obereschacher Straße in Villingen andere Menschen geschlagen haben, heißt es jetzt abschließend vom Landgericht.