„Wer möcht, der darf ebbs vortrage“, lautete der letzte Punkt auf der Tagesordnung der Muettersproch-Gruppe, die sich im Stüble der Villinger Historischen Bürgerwehr zu ihrer Hauptversammlung getroffen hat. Theresia Gantert aus Wolterdingen ließ sich nicht zweimal bitten und trug den Mitgliedern ihre im Inhalt schreckliche, aber dennoch liebevoll erzählte Geschichte vor. Sie handelte im Kern von einem Fliegerangriff in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs auf das in Wolterdingen stationierte Militär, bei dem ein Großteil ihrer Verwandtschaft ums Leben kam.

Zuvor hatte die Vorsitzende Bärbel Brüderle vom vergangenen Jahr und vom erfolgreichen Werben neuer Mitglieder berichtet und einen Ausblick auf das laufende Jahr gegeben. Am 16. April werde man eine weitere Mitgliederversammlung abhalten und am 19. April wolle man sich wieder im Stüble der Historischen Bürgerwehr nahe dem Romäusturm zu einem Stammtisch treffen, zu dem ein Fachmann einen Vortrag über Drehorgeln und ihre Technik halten wird. Helmut Dold, den man als „De Hämme“ kennt, kommt am 8. Juni ins Stüble, am 13. Juli kommt Walter Scheuble aus Aasen und im September ist die Gruppe eingeladen zu einem Vortrag über das Freiburger Münster mit Professor Konrad Kunze.

Man sei auch wieder beim Museumsfest im Franziskaner dabei, so Bärbel Brüderle, wobei man der Gruppe in diesem Jahr einen Platz mit mehr Publikumsverkehr zugesagt hat. „Wir machen etwas zum Thema Muster“, blieb Brüderle geheimnisvoll. Da sei von allen Fantasie gefragt. Künftig, so wurde auf Antrag eines Mitglieds beschlossen, wolle man sich zu den Versammlungen bereits am Nachmittag um 15 Uhr treffen, da die Mehrzahl der Mitglieder im Rentenalter sei. Freuen könne man sich jetzt auf eine Publikation in Form eines Geschichtenbuches, für das aktuell Mundartgeschichten gesammelt werden.