VS-Villingen – Und schon wieder ist ein großes Ereignis des Programms 2018 der Stadtmusik Villingen abgehakt: Das Orchester besuchte über das verlängerte Wochenende das rund 600 Kilometer entfernte Münster, um dort abwechslungsreiche Tage zwischen Musik und Gemeinschaft zu verbringen.

Neun Stunden Fahrt nahm das 50-köpfige Orchester im vollgepackten Bus auf sich, bevor die Unterkunft direkt am Aasee bezogen wurde. Dank der Organisation von Norbert Reismann, dem ersten Klarinettisten der Stadtmusik, war das Orchester in laufnähe zur Innenstadt von Münster und konnte so direkt nach dem Zimmerbezug in Gruppen den ersten gemeinsamen Abend verbringen. Dabei wurde natürlich auch das Studenten-Viertel und seine vielen Kneipen erkundet und typisch westfälisch gegessen.

Essen und trinken hält Leib und Seele zusammen – also kommt das bei der Tour auch nicht zu kurz.
Essen und trinken hält Leib und Seele zusammen – also kommt das bei der Tour auch nicht zu kurz. | Bild: Franz Bucher

Nach einer teils kurzen Nacht ging es mit dem Bus in Richtung Lüdinghausen, 30 Minuten entfernt von Münster. Dort befindet sich das Wasserschloss Vischering, eine typische Wasserburg. In zwei Gruppen wurde das Orchester durch die Burg geführt; die Teilnehmer erfuhren viel über die Geschichte rund um Münster. Nach der vielen Kultur ging es auf zum Hofgut Grouthes Protthof, um dort gemeinsam Mittag zu essen.

Wieder zurück in der Unterkunft, wurden die ersten Vorbereitungen für das Gemeinschaftskonzert am Abend getroffen, und zwar in Albachten, einem Stadtteil von Münster. Durch die Verbindung von Norbert Reismann zur Bläservereinigung Albachten, bei der er vor vielen Jahren mitgespielt hatte, kam die Reise zustande. Daher freuten sich alle auf das Konzert im Haus der Begegnung. Vor einem kleinem, aber dennoch enthusiastischen Publikum bestritt die Bläservereingung aus Albachten den ersten Konzertteil. Mit Stücken wie einem Medley von Coldplay und Queen begeisterten sie sowohl das Publikum als auch die Gäste aus Villingen. Den zweiten Konzertteil füllte die Stadtmusik Villingen. Eingeleitet wurde der Part mit „Fanfare for a Special Moment“ von Thomas Doss, passend zu diesem gemeinschaftlichen Konzert. Weiter folgten „Vanity Fair“ von Percy Fletcher und die drei Sätzen der „Longford Legend“ von Robert Sheldon. Diese wurde begleitet von den Gedichten, welche die einzelnen Sätze thematisch erklären. Nach dem spritzigen „Church Street Blues“ mit einem wie immer einzigartigen Solo von Detlef Kammerer auf der ersten Trompete folgten die drei typischsten Stücke aus dem Musical „West Side Story“ von Leonard Bernstein – America, Mambo und Somewhere. Abschließend gab es eine After-Show-Party, um die Verbindung zu stärken.

Öffentliche Auftritte gehören mit zum Besuchsprogramm.
Öffentliche Auftritte gehören mit zum Besuchsprogramm. | Bild: Franz Bucher

Pünktlich am nächsten Morgen waren alle wieder versammelt, um zu Stadtführungen in der Münsteraner Altstadt aufzubrechen. Ausgewählt werden konnte entweder eine klassische Stadtführung oder eine Tatort-Führung rund um die Hauptfiguren des Münster-Tatorts Thiel und Boerne. Nach einer kurzen Erholungspause ging es auf zum Platzkonzert in einem Pavillon hinter dem Schloss. In einer schönen Location mitten im Park konnten sich die Zuhörer ein abwechslungsreiches Programm zwischen dem Marsch „Herzog von Braunschweig“, „Spanish Fever“ und „Highland Cathedral“ anhören.

 

Nach diesen ereignisreichen Tagen musste natürlich ein passender Abschluss her. Dafür ging das gesamte Orchester in den Hafen von Münster, wo die Musiker bei Speis und Trank die vergangenen Tage Revue passieren lassen konnten, bevor es am Folgetag auf die Heimfahrt ging.