150 Mitarbeiter der Schwenninger Krankenkasse ziehen aus ihren Büroräumlichkeiten in der Winkel- und Rathausstraße in das neue Verwaltungsgebäude am angestammten Sitz der Versicherung in der Spittelstraße. Die lokale Politprominenz mit Oberbürgermeister Rupert Kubon, Landrat Sven Hinterseh und dem Bundestagsabgeordneten für den Schwarzwald-Baar-Kreis, Thorsten Frei, eröffneten den Neubau mit einem Investitionsvolumen von 8,9 Millionen Euro nun offiziell.

"Eine Million an Projektkosten gespart, als ursprünglich bei der Planung veranschlagt. Begebenheiten, die man bei Bauvorhaben heutzutage nur im privaten Sektor oder im öffentlichen Bereich höchstens auf kommunaler Ebene wiederfindet", würdigte Frei die rationalisierte Kalkulation der Krankenkasse für den Neubau.

Jahrelange Mietzahlungen, gestiegene Ansprüche an moderne Büroflächen und der Anspruch, möglichst viele Mitarbeiter in einem Gebäudekomplex zu konzentrieren, ließen der Schwenninger Krankenkasse die Investitionen vor drei Jahren als erstrebenswert erscheinen, wobei der Neubau lediglich 16 Monate beanspruchte. "Neben dem Hauptgebäude mit 200 Mitarbeitern haben wir nun einen neuen Verwaltungsbau in bester Stadtlage mit Seeblick auf der Ostseite", so der alternierende Vorsitzende des Verwaltungsrates, Jürgen Beetz.

Parallel zur Einweihung findet auf dem Areal auch ein Familientag statt.
Parallel zur Einweihung findet auf dem Areal auch ein Familientag statt.

Der Neubau ist über einen Glassteg mit dem Hauptgebäude verbunden, soll durch moderne Technik und Bauweise verbesserten Kundenservice bieten und hält Großraumbüros für bis zu 28 Mitarbeiter parat. Eine schallabsorbierende Bauweise sowie Deckensegel bieten einen niedrigen Geräuschpegel und vorteilhafte Akustik für die Mitarbeiter. "Daraus resultieren eine verbesserte Kommunikation und Teamgeist. Was die Kosten angeht, die günstige Bauweise ist auch auf das Ausnutzen der Niedrigzinsphase bei der Finanzierung zurückzuführen. Es wurden keine Kosten auf die Kunden abgewälzt", so Beetz. Nach wie vor lägen die Verwaltungskosten bei der Schwenninger Krankenkasse mit 130 Euro pro Versichertem deutlich unter dem Bundesdurchschnitt der Krankenkassen von 150 Euro.

Seit der Möglichkeit für eine freie Wahl der gesetzlichen Krankenversicherung durch die Versicherten im Jahre 1996 ging die Schwenninger Krankenkasse aus ihrem Vorgänger, der Kienzle Betriebskrankenkasse mit Gründungsjahr von 1896, hervor. Das Hauptgebäude und Stammsitz der Versicherung wurde im September 2005 eingeweiht.