Die derzeit herrschenden Außentemperaturen lassen Gedanken ans Skispringen eigentlich in weite Ferne rücken. Nicht im Villinger Franziskanermuseum, wo Leiterin Anita Auer keinen geringeren als Skispringer Martin Schmitt zur Aufnahme seines berühmten lila Skihelms in den Museumsschatz begrüßen konnte. Nun liegt das Markenzeichen des heimischen Olympiasiegers aus Villingen in trauter Nachbarschaft neben einem Fanschal des SERC Schwenningen, der ebenfalls Sportgeschichte für die Doppelstadt geschrieben hat.

Ausstellung nimmt Stadtbezirke ins Visier

Wie tickt Villingen-Schwenningen? Die zum Jubiläumsjahr 2017 ins Leben gerufene Ausstellung nimmt die unterschiedlichen Stadtbezirke ins Visier und hält mit einigen Exponaten den ewiggestrigen Lokalpatrioten den Spiegel vor. Bei der Suche nach Integrationsmöglichkeiten liegt der Sport nicht in allzu weiter Ferne und Helden hatten schon immer einigende Funktion. So auch Martin Schmitt, der mit seinen unzähligen Erfolgen und seinem sympathischen Wesen Grenzen vergessen lassen kann.

Symbole sportlichen Erfolges aus VS einträchtig nebeneinander: Ein Fanschal des SERC Schwenningen und Martin Schmitts legendärer Schokoladenwerbehelm
Symbole sportlichen Erfolges aus VS einträchtig nebeneinander: Ein Fanschal des SERC Schwenningen und Martin Schmitts legendärer Schokoladenwerbehelm | Bild: Jörg-Dieter Klatt

Lila Helm löst Gefühle aus

Mit diesem Coup soll ein weiterer kleiner Schritt im Aufeinanderzugehen der beiden großen Stadtbezirke gelungen sein. „Es sind Gefühle, die Assoziationen auslösen! Und das hat der lila Helm sicherlich getan!“, so der mehrfache Weltcupsieger. Und weiter: „Es ist für mich natürlich eine Ehre, das der Helm hier ein Plätzle gefunden hat.“ Dass er in unmittelbarer Nähe zu einem SERC-Schal liegt, freut den Eishockeyfan. Er umschreibt die Liebe zur Heimat mit den Worten: „Ich freue mich, für VS und Tannheim zu stehen.“

Schmitts Schulweg führte am Museum vorbei

Mit Villingen selbst verbindet er vor allem seine Erinnerungen an die Schulzeit im nahegelegenen Gymnasium am Romäusring und den Schulweg, der ihn immer wieder am Franziskanermuseum vorbeigeführt hat. „Dass eines Tages mal ein Symbol meines Erfolges hier einen Ehrenplatz finden würde, hätte ich mir seinerzeit nicht träumen lassen“, ergänzte Schmitt. Der gebürtige Villinger lebt mit seiner Familie in Freiburg, wo er eine Vermarktungsgesellschaft leitet. Außerdem kommentiert er Skisprungwettbewerbe im Fernsehen.