Ende November soll es soweit sein: Die Arbeiten auf der größten und teuersten Baustelle der Doppelstadt auf und rund um den Marktplatz in Schwenningen werden abgeschlossen – nach rund vier Jahren und drei Bauabschnitten.

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Damit rechnet zumindest der Leiter des Amtes für Straßenbau, Stadtgrün und Altlasten, Ulf Millauer: „Wir sind zuversichtlich, dass wir vor dem ersten Advent mit den Arbeiten auf dem Marktplatz fertig werden und hier ein Schmuckstück hinkriegen.“ Mit dem SÜDKURIER war er auf der Baustelle in der Schwenninger Innenstadt unterwegs und hat die wichtigsten Fragen zur Großbaustelle beantwortet.

  • Was steht jetzt noch an? Beim dritten und letzten Bauabschnitt geht es um die Gestaltung des Marktplatzes. Die östliche Seite, wo unter anderem das Restaurant BunBun-Burger liegt, und das südliche Ende beim Rathaus wurden größtenteils bereits im vergangenen Jahr fertiggestellt. „Letztes Jahr wurden auch die Arbeiten im Untergrund mit den Leitungen abgeschlossen“, erklärt Millauer. Die alte Fläche des Platzes wurde dann nach der Fasnacht abgetragen. Im Frühjahr wurden auch die Bäume gepflanzt. Dass sie bereits so früh gesetzt wurden, hat manche Bürger verwundert. „Eichen können aber nur im Frühjahr gepflanzt werden“, erklärt Millauer. Seit vorletzter Woche werden nun Betonpflaster auf dem Marktplatz verlegt und seit vergangener Woche die neue Treppenanlage beim Rathaus gebaut. „Die Treppe ist sehr aufwendig. Sobald sie fertig ist, wird dort auch die Steinfigur „Elfe-Wieble“ integriert“, so der Leiter des Straßenbauamtes. Auch einige Bänke stehen bereits an ihrem Platz. Es sollen noch weitere dazukommen, unter anderem bei den Bäumen. „Über den Sommer hinweg wird dann auch die Brunnentechnik eingebaut“, erklärt Millauer. Der Brunnen am nördlichen Ende des Platzes wird aus im Boden eingelassenen Düsen bestehen, die Wasserfontänen in die Luft spritzen, und einer Wasserrinne an der Seite. „Am Ende wird auch noch eine Sonnenuhr auf dem Platz eingebaut“, sagt Millauer.
Ist zuversichtlich, dass die größte und teuerste Baustelle bald Geschichte ist: Ulf Millauer, Leiter des Amtes für Straßenbau, Stadtgrün und Altlasten.
Ist zuversichtlich, dass die größte und teuerste Baustelle bald Geschichte ist: Ulf Millauer, Leiter des Amtes für Straßenbau, Stadtgrün und Altlasten. | Bild: Marcel Jud
  • Wie viel hat es gekostet? Die Gesamtkosten belaufen sich laut Millauer auf rund 7,9 Millionen Euro: „Wir sind sowohl im Zeitplan als auch im Rahmen der zuletzt beschlossenen Kosten.“
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  • Was bringt der neue Marktplatz? „Wir hoffen auf eine Belebung des Marktplatzes, indem wir einen Ort schaffen, an dem sich die Menschen wohlfühlen, sich treffen und austauschen“, sagt Millauer. Wie andere Beispiele zeigten, gehe mit der Aufwertung eines Platzes auch oft eine Aufwertung des gastronomischen Angebots und der Geschäfte einher, die sich dort ansiedeln. Dass dies auch auf den Schwenninger Marktplatz zutreffen werde, zeichne sich bereits ab, so Millauer: „Beispielsweise hat das Restaurant BunBun-Burger aufgrund der Platzgestaltung seinen Standort an den Marktplatz verlegt.“ Und der Besitzer der Hausnummer 10 an der nördlichen Seite des Platzes habe sich dazu entschieden, sein Haus zu sanieren. Dort, wo früher eine Volksbank-Filiale angesiedelt war, soll nun ein Gastronomiebetrieb Einzug halten, mit offener Fensterfront. „Der Hausbesitzer müsste mit seinen Umbauarbeiten etwa zeitgleich mit uns fertig werden“, sagt der Leiter des Straßenbauamtes.
Rohre zur Bewässerung der Bäume. „Das Setzen von Bäumen auf einem Platz ist extrem aufwendig“, sagt Millauer.
Rohre zur Bewässerung der Bäume. „Das Setzen von Bäumen auf einem Platz ist extrem aufwendig“, sagt Millauer. | Bild: Marcel Jud
  • Wo kann man parken? Auf dem Parkplatz Sturmbühlstraße, der am nord-westlichen Ende des Marktplatzes bei der Straße Auf der Lehr entstanden ist, stehen 30 Parkfelder zur Verfügung. „Es gab ja einige Diskussionen um den Zugang zum Parkplatz. Wir werden aber noch eine Zufahrt von der Auf der Lehr erstellen“, versichert Millauer. Zudem würden auf dem Marktplatz neun Autostellplätze und zwei Behindertenparkplätze entstehen.
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  • Und was ist mit dem Muslenplatz? Auch der Muslenplatz in Schwenningen soll neu gestaltet und mit dem Marktplatz verbunden werden. Der Baubeginn stehe aber noch nicht fest, sagt Amtsleiter Ulf Millauer: „Wir müssen erst mit unserer Vorlage in den neuen Gemeinderat gehen. Dort bedarf es dann weiterer Beratungen.“