Der FDP-Vorstoß, zusätzlich 2,5 Millionen Euro für die Sanierung der VS-Straßen bereitzustellen, scheiterte im Gemeinderat. Ursprünglich schlugen die Liberalen sogar fünf Millionen Euro vor, sie sahen es als Konsequenz des von Oberbürgermeister Jürgen Roth gemachten Kassensturzes, wie es Fraktionssprecher Frank Bonath ankündigte. Doch die anderen Fraktionen bezeichneten den Vorstoß unisono als „Wahlkampfgetöse“ und lehnten ihn ab. Selbst die Verwaltungsspitze sah den Vorschlag kritisch. Er komme zum falschen Zeitpunkt, betonte Baubürgermeister Detlev Bührer. Selbst wenn das Geld zur Verfügung stünde, könnte es 2019 gar nicht ausgegeben werden. Er verwies auf fehlende Kapazitäten in den Bauämtern und darauf, dass derzeit viele Maßnahmen, wie das Dünnschichtverfahren, laufen. Außerdem kann die Stadt das frühere Kasernengelände Mangin, das heute Oberer Brühl heißt, kaufen, sollte es zu einer Einigung mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BimA) kommen. Der Gemeinderat stimmte einer möglicherweise anstehenden Erhöhung des Kaufpreises um 3,9 Millionen Euro im Nachtragshaushalt zu.