VS-Weilersbach – 16 Jahre gehen auch an der Glöckenberghalle nicht spurlos vorüber. Bei einer Begehung des 2001 eingeweihten Gebäudes haben Ortsvorsteherin Silke Lorke und die Weilersbacher Räte nun eine umfassende Mängelliste zusammengetragen. Was in welchen Umfang jedoch tatsächlich umgesetzt wird, ergibt jedoch erst die Kostenermittlung.

Der gravierendste Punkt, auch in Sachen Geldverschwendung, sind wohl die zwölf Duschen in den Umkleidekabinen. Grundsätzlich schwer abzustellen seien sie und würden teilweise die ganze Nacht hindurch laufen. An einer grundlegenden Sanierung komme man hier nicht vorbei, wobei eine zusätzliche Entkalkungsanlage weitere Schäden in Zukunft verhindern könne. In diesem Punkt sind sich die Räte einig. Eine wasserfrei funktionierende Herrentoilette riecht selten gut, so auch in der Glöckenberghalle. Neuanschaffung oder Einbau einer Wasserspülung? Hier wird noch überlegt. In der Halle an sich sind die Wandbretter durch die Kehrmaschine stark beansprucht worden. Diese werden ersetzt, genau wie die drei zerschlissenen Stoffbahnen auf der Bühne. Außerdem sei von Vereinen der Wunsch geäußert worden, in der Küche einen Heißluftofen einzubauen, welcher die Speisen frisch und warm hält.

Im Außenbereich steht das Thema Bodenstrahler und das Gelände links neben der Glöckenberghalle an, welches gerne unrechtmäßig als Parkplatz benutzt wird. Die ausgefallenen Bodenstrahler sind schnell erneuert, das Gelände biete zwei Handlungsmöglichkeiten. Hier könnte man wahlweise mit Rasengittersteinen oder Asphalt eine beschränkte Zahl von Parkplätzen schaffen, die jedoch weiterhin nur zum Be- und Entladen nutzbar sein sollen. Das wird die Hallenbesucher wenig freuen, Parkplätze sind nämlich an der Glockenberghalle bei Großveranstaltungen Mangelware.

Das Gelände der Glöckenberghalle wird auch durch Hundehalter stark frequentiert. Mit einer Enthaltung und einer Gegenstimme einigten sich die Räte für die Installation einer Hundetoilette auf dem Grundstück zwischen den Anwesen der Familien Wiehl und Bauer.

Noch dieses Jahr soll auch der Radweg im Gewerbegebiet geteert werden, hier sei die Radfahrt laut Lorke bisweilen "holprig". 60000 Euro für die durchgängigen Metallhandläufe auf dem Sportplatz sind bereits eingestellt, die Maßnahme wird im September oder Oktober umgesetzt. Die Ablagerung des Grünguts auf dem städtischen Gelände in der Wilhelm-Becker-Straße verstößt gegen das Abfallrecht, hierauf wird vorerst im Gemeindeblatt aufmerksam gemacht.

Das langwährende Thema für den Neubau eines Feuerwehrhauses bekommt zumindest moralische Unterstützung durch den Besuch der CDU-Fraktion aus dem Gemeinderat. Die Räte sowie der neue Gesamtkommandant der Freiwilligen Feuerwehr Villingen-Schwenningen, Ben Bockemühl, sind sich über den schlechten Zustand einig. Das Problemfeld ist hinlänglich bekannt, zahlreiche Feuerwehrhäuser in Ortsteilen von VS sind in einem fragwürdigen Zustand. "Irgendwann muss man einfach mit einem der Vorhaben anfangen" sagt Lorke. Das Gelände für einen Neubau steht parat. Die Verhandlungen über den Erwerb des Nachbargrundstücks zum jetzigen Feuerwehrhaus, momentan einer privaten Erbengemeinschaft gehörend, verlaufen positiv. Außerdem müsse die Grünfläche, welche in städtischen Besitz ist und für den Neubau ebenfalls vorgesehen ist, im Flächennutzungsplan lediglich von der Zweckbindung "Tennis" befreit werden.

20 000 Euro hat der Rat für den Posten Feuerwehrhaus bereits eingestellt. Man sei auch bereit, das Geld für Planungskosten zu verwenden. Im Gemeinderat der Doppelstadt haben die Weilersbacher konkrete Unterstützung zu bekommen: CDU-Stadträtin Renate Breuning stellte den Antrag, zusätzlich zu den 20 000 Euro aus dem Etat der Ortsverwaltung eine weitere Planungsrate in der gleichen Höhe für den Haushalt 2018 einzuplanen. Dieser Antrag wurde auch von den Freien Wählern unterstützt. Das Feuerwehrhaus enstpreche in keinster Weise den heutigen Anforderungen.