Es ist der Samstagmorgen, 7 Uhr, in Pfaffenweiler, Nebelschwaden steigen in Richtung Himmel, ganz im Gegensatz dazu, was sich am Freitagabend in Pfaffenweiler abspielte. Ein Unwetter zog über den Ort und die Feuerwehr Pfaffenweiler hatte nicht nur mit den Wassermassen auf dem Festplatz zu kämpfen, sondern mussten noch zu vier Einsätzen ausrücken. Drainagen und Gräben wurden gezogen, damit das Wasser abfließen konnte.

"Eigentlich wären wir um 20 Uhr alle Vorbereitungen für das Fest abgeschlossen gewesen, aber dann kamen die Wassermassen", so Axel Zimmermann, Vizeabteilungskommandant der Feuerwehr Pfaffenweiler und mitverantwortlich für den Ablauf der 150-Jahr-Feier sowie des Kreisfeuerwehrtages an diesem Wochenende in Pfaffenweiler. Den Boden des Barzeltes hatte es besonders getroffen. "Vorsorglich hatten wir schon 40 Kubikmeter Hackschnitzel organisiert, die bis zum Festbeginn noch verteilt werden", so Zimmermann, während Uwe Smidt von Smidtaudio den Soundcheck für das Festzelt macht.

Die Teilnehmer der Leistungsabzeichen konnten ihr Wettkämpfe gerade noch trocken beenden, bevor eine halbe Stunde vor dem Fassanstich wieder ein Starkregen einsetzte (mehr zum Leistungsabzeichen auf der Seite Kreis und Region). "Wer, wenn nicht wir als Feuerwehrleute können bestens mit dem Wasser umgehen", so Kreisbrandmeister Florian Vetter, während die Pfaffenweiler Feuerwehrleute wieder Gräben und Drainagen zogen um das eindringende Regenwasser abzuleiten.

Zum Fassanstich durfte dann Ortsvorsteher Martin Straßacker antreten."Ich bin wahrscheinlich der erste Fassanstecher, der schon nass zum Fassanstich kommt", sagte Straßacker, dem man ansah, dass er es nicht mehr vor dem Starkregen ins Zelt geschafft hatte. Zwei gezielte Schläge, und der Zapfhahn steckte sicher im Fass.

Geschafft, nach zwei gezielten Schlägen durch Ortsvorsteher Martin Straßacker sitzt der Zapfhahn sicher im Fass.Bild: Roland Dürrhammer
Geschafft, nach zwei gezielten Schlägen durch Ortsvorsteher Martin Straßacker sitzt der Zapfhahn sicher im Fass.Bild: Roland Dürrhammer

Nach dem Treffen der Altersmannschaften, zu dem rund 200 Feuerwehrkameraden aus dem Kreis gekommen waren, heizte am Abend DJ Fazio schon mal kräftig ein, während sich das Festzelt zum großen bayrischen Abend mit den Almrockern füllte. Die meisten Besucher kamen in bayrischer Tracht und die Stimmung schien ins Unendliche zu steigen. Spitzenwerte bis 102 Dezibel konnte man beim Mischpult ablesen und die Besucher in den ersten Reihen waren nur noch auf den Tischen und Bänken zu sehen.

Kaum ein Durchkommen gab es vor der Bühne und auch das Barzelt füllte sich zusehends. Ein gelungener Abend, der bis tief in die Nacht andauerte. "Es war ein super Publikum, eine tolle Stimmung und alles lief fröhlich ab", beschrieb Melanie Neininger, eine der vielen Frauen der Pfaffenweiler Feuerwehrleute, die überall mithalfen, wo sie benötigt wurden.

Präzise steuert Stabsfeldwebel Markus Maier das Flugfeldlöschfahrzeug der Bundeswehr mit einem Einweiser vom THW in Richtung Festplatz.Bild: Roland Dürrhammer
Präzise steuert Stabsfeldwebel Markus Maier das Flugfeldlöschfahrzeug der Bundeswehr mit einem Einweiser vom THW in Richtung Festplatz.Bild: Roland Dürrhammer

Am Sonntag schien für die Feuerwehr die Sonne am Himmel, als am Mittag die Kanonenschüsse zur Aufstellung zum großen Festumzug ertönten. 47 Gruppen mit 1350 Teilnehmern nahmen teil. Von der Ehrentribüne mit Gästen aus Politik, Feuerwehrleitung und Ortsvorstehern aus den umliegenden Gemeinden, informierte Markus Hettich über die einzelnen Umzugsteilnehmer.

Kaum noch ein Platz blieb nach dem Festumzug im und vor dem Festplatz frei.Bild: Roland Dürrhammer
Kaum noch ein Platz blieb nach dem Festumzug im und vor dem Festplatz frei.Bild: Roland Dürrhammer

Von der historischen Handpumpe bis zum Flugfeldlöschfahrzeug der Bundeswehr gab es für die vielen hundert Zuschauer einiges zu sehen. Extra für den Umzug hat die Altersmannschaft aus Bräunlingen ihre Helme poliert und mit dem 68 Jahren alten Feuerwehrauto am Umzug teilgenommen. Neben den historischen Fahrzeugen war zweifelslos das Flugfeldlöschgerät der Bundeswehr die Attraktion beim Umzug.

Allen Grund zu feiern gab es für die Mannschaft der Feuerwehr Weilersbach. Sie haben erfolgreich das Leistungsabzeichen in Gold abgelegt.Bild: Roland Dürrhammer
Allen Grund zu feiern gab es für die Mannschaft der Feuerwehr Weilersbach. Sie haben erfolgreich das Leistungsabzeichen in Gold abgelegt.Bild: Roland Dürrhammer

Ganz trocken blieben die Besucher des Umzuges nicht. Dieses mal kein Regen, sondern Spritzwasser aus der Handpumpe der Feuerwehr Riedöschingen ergoss sich über die Zuschauer. Der Umzug endete schließlich am Festplatz und schnell waren alle Plätze im Zelt und außerhalb belegt. "Die Küche und der Getränkeausschank arbeiten am Limit", so ein zufriedener Abteilungskommandant Markus Reuter. An den Bonkassen stauten sich die Besucher und auch am Eisstand warteten die Kinder auf die wohltuende Abkühlung. Alles umrahmt von den teilnehmenden Musiken konnten die Organisatoren zufrieden über den Nachmittag sein und sich auf das anschließende Abendprogramm freuen.

Leonhard Wursthorn(zweiter von links), der älteste Feuerwehrmann von Pfaffenweiler fuhr beim Umzug in Kutsche mit Ehrenkommandant Franz Beha, Jürgen Weisser und Trudbert Weisser von Organisationsteam mit.Bild: Roland Dürrhammer
Leonhard Wursthorn(zweiter von links), der älteste Feuerwehrmann von Pfaffenweiler fuhr beim Umzug in Kutsche mit Ehrenkommandant Franz Beha, Jürgen Weisser und Trudbert Weisser von Organisationsteam mit.Bild: Roland Dürrhammer
Viel Prominenz aus Politik, Feuerwehr und den umliegenden Ortschaften waren neben Landrat Sven Hinterseh und Schirmherr Oberbürgermeister Rupert Kubon, verfolgten den Umzug von der Ehrentribüne aus.Bild: Roland Dürrhammer
Viel Prominenz aus Politik, Feuerwehr und den umliegenden Ortschaften waren neben Landrat Sven Hinterseh und Schirmherr Oberbürgermeister Rupert Kubon, verfolgten den Umzug von der Ehrentribüne aus.Bild: Roland Dürrhammer
Nach dem erfolgten Fassanstich stoßen Manuel Straub von der Fürstenbergbrauerei, Ortsvorsteher Martin Straßacker und Abteilungskommandant Markus Reuter (von links) auf ei erfolgreiches Fest an.Bild: Roland Dürrhammer
Nach dem erfolgten Fassanstich stoßen Manuel Straub von der Fürstenbergbrauerei, Ortsvorsteher Martin Straßacker und Abteilungskommandant Markus Reuter (von links) auf ei erfolgreiches Fest an.Bild: Roland Dürrhammer