Die Deutsche Kinderkrebsnachsorge-Stiftung für das chronisch kranke Kind mit Sitz in VS-Tannheim hat am bereits zum 18. Mal ihren Nachsorgepreis und ihren Medienpreis vergeben. Der Preis wird seit 2002 an wissenschaftliche sowie praktische zukunftsweisende Arbeiten, Projekte und Initiativen zur Betreuung und Nachsorge von chronisch kranken Kinder und deren Familien vergeben. Die Preisverleihung fand jetzt in den Räumen der Sparda-Bank in Stuttgart statt.

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Der Wissenschaftliche Beirat der Deutschen Kinderkrebsnachsorge hat dieses Jahr folgenden Preisträger ausgezeichnet: Das Deutsche Kinderkrebsregister (DKKR) und die Arbeit von Peter Kaatsch. Seit 1980, der Gründung des Deutschen Kinderkrebsregisters (DKKR) unter der Leitung von Jörg Michaelis ist bis heute Kaatsch für das Deutsche Kinderkrebsregister tätig, das er seit 2001 leitet. Das DKKR registriert seither systematisch alle Krebserkrankungen bis zum 15. Lebensjahr und seit 2009 bis zum 18. Lebensjahr. Das in enger Kooperation mit allen pädiatrisch-onkologischen Kliniken in Deutschland und den Therapieoptimierungsstudien der „Gesellschaft für pädiatrische Onkologie und Hämatologie“(GPOH) entstandene DKKR spielt Dank seiner Langzeitbeobachtungen national und international eine zentrale Rolle für die Epidemiologie, Behandlung und Therapieforschung der Langzeitfolgen der Krebsbehandlung im Kindesalter.

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Die Deutsche Kinderkrebsnachsorge ist auch auf Öffentlichkeitsarbeit angewiesen. Mit der Verleihung des Medienpreises würdigt die Deutsche Kinderkrebsnachsorge Persönlichkeiten, die sich im besonderen Maße um die Stiftung verdient gemacht haben. Der aktuelle Medienpreis geht an die Agentur Teufels GmbH aus Rottweil. Sie unterstützt seit 2012 die Stiftung im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Werbeaktionen. Der ganz persönliche Einsatz der Agentur für kranke Kinder und das außerordentliche Engagement trage entscheidend dazu bei, die Stiftung in der Öffentlichkeit bekannt zu machen und Unterstützer zu finden.

Hilfe für Geschwisterkinder

Die Stiftung würdigte außerdem das langjährige Engagement der Mitglieder des Vereins Anna. Diesem liegt besonders die Geschwisterbegleitung am Herzen. Intention ist es, während der Behandlung des krebskranken Kindes in der Klinik und auch in der Zeit danach das Geschwisterkind regelmäßig zu besuchen und kunsttherapeutisch zu begleiten. Ebenso bietet der Verein Anna eine Trauergruppe für die Geschwisterkinder an, hier können sie ihre Gefühle in einem geschützten Raum ausdrücken. Die Kinder erlangen durch mobile Kunsttherapie und Reittherapie sowie weitere Freizeitangeboten für die ganze Familie, Wertschätzung und Stärkung ihrer Persönlichkeit.