Die Freiheit des Einzelnen endet, wo die Freiheit des anderen beginnt. Immanuel Kant hat das einst gesagt. Seinen Lebensabend in Ruhe verbringen zu können, auf dem Balkon nachmittags ein Buch lesen und Kaffeetrinken können, das ist Freiheit. Sich als junger Mensch mit Freunden zu treffen, abhängen, Musik hören, lachen und ein paar Körbe werfen, auch das ist Freiheit.

Wenn beides nur wenige Meter voneinander entfernt stattfindet, dann ist es mit der Freiheit aber schneller vorbei, als man Kant buchstabieren kann. Rücksicht verlangen die einen, Toleranz die anderen. Sich hier auf eine Seite zu schlagen ist unmöglich.

Ein gemeinsames Miteinander erfordert Kompromisse. Die sind mitunter schwer zu finden. Schwerer, als nur mit einem Schild, das die Spielzeiten stundenweise regeln soll. Und auch schwerer, als mit der Forderung, den Platz zu verlegen.

Beide Gruppen sind einen Schritt aufeinander zugegangen, für ein gemeinsames Miteinander reicht es aber immer noch nicht. Jetzt bedarf es Ideen und konkreter Maßnahmen. Keinen Plattitüden. Sorry, Herr Kant.