Nach dem gescheiterten Suche nach einem neuen Feuerwehrkommandanten rückt der ehemalige Gesamtkommandant Markus Heinzelmann wieder verstärkt in den Blick. Nach SÜDKURIER-Informationen soll sich Heinzelmann nächste Woche dem Führungsgremium der Feuerwehr als möglicher Kandidat präsentieren. Allerdings soll es gegen den Ex-Kommandanten, der 2016 sein Amt niederlegte, Widerstände von der Schwenninger Abteilung geben.

Wie berichtet, muss die Stadt einen neuen Feuerwehrchef suchen, weil der letzte Kommandant Ben Bockemühl im Sommer von der Stadt Ludwigsburg abgeworben wurde. Doch Ende Oktober brach der Personalausschuss des Gemeinderates die Bewerbungsgespräche ab, weil auch die Qualifikationen der Besten im 19-köpfigen Bewerberfeld unzureichend gewesen sein sollen. Von den Freien Wählern kam der Vorschlag, Heinzelmann zu reaktivieren, der sich nach seinem Rücktritt bei der Stadt um den Zivil- und Katastrophenschutz kümmert. Allerdings gab es bei der Stadt Bedenken, ob es Sinn macht, Heinzelmann erneut zu berufen, da er 2016, so wird vermutet, als Folge der Reibereien mit der Schwenninger Abteilung das Handtuch geworfen hatte. Von der CDU-Fraktion kam daher der Vorschlag, mit den drei ehrenamtlichen Stellvertretern des Gesamtkommandanten zu sprechen, ob sie sich die Leitung der Feuerwehr als Kollegium ehrenamtlich zutrauen. Nach SÜDKURIER-Informationen haben die Stellvertreter dies aber entschieden abgelehnt.

Für die Stadt bleiben daher nur noch zwei Optionen. Entweder, die Stelle wird erneut ausgeschrieben, allerdings mit der trüben Aussicht auf wenig Erfolg. Oder aber, Heinzelmann tritt seinen alten Posten wieder an. Die Führungen der Abteilungen Villingen und der kleinen Ortschaften sollen dem Vernehmen nach dieser Überlegungen weitgehend positiv gegenüber stehen. Widerstand soll es aber von der Schwenninger Abteilung geben, mit der Heinzelmann in seiner aktiven Zeit seine Schwierigkeiten hatte. Hintergrund war der Konflikt zwischen haupt- und ehrenamtlichen Kräften.