Man stelle sich vor, die Vorsitzende Birgitt Merkel wäre nicht mehr zu Wahl angetreten und Schatzmeisterin Brunhilde Diel-Hourani hätte auch das Handtuch geworfen. Aus den Reihen des Kneipp-Vereins hätten diese beiden Ämter mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht mehr besetzt werden können. So hat sich die Schatzmeisterin noch einmal überreden lassen, das Amt für weitere zwei Jahre zu übernehmen.

Auch Birgitt Merkel als Mutter von fünf Kindern hätte genügend Gründe, das Amt abzugeben, was sie aber nicht tat. Ganz im Gegenteil. Sie schaffte es, eine Kandidatin für das Amt der stellvertretenden Vorsitzenden zu rekrutieren, Jutta Flaig. Die hatte ihren Ehegatten mitgebracht, der schließlich bereit war, für das Amt des Kassenprüfers zu kandidieren. Jüngere Mitglieder hatten keine Zeit für ein Amt, ältere fühlten sich zu alt.

  • Berichte: Der Tätigkeitsbericht der Vorsitzenden umfasste rund 50 Termine im Laufe des Amtsjahres. Da sind noch nicht die wiederkehrenden Termine dabei, wie etwa das Wassertreten in Villingen und Königsfeld oder das 14- tägig stattfindende Wassertreten mit anschließendem Spaziergang oder Meditationsübungen unter der Leitung von Birgitt Merkel.
  • Wenige Helfer: Auch bei den Veranstaltungen 40 Jahre heiklimatischer Kneippkurort Königsfeld war der Kneippverein mit Birgitt Merkel an der Spitze immer vertreten. Aber es gab auch einige Veranstaltungen, die ganz ausfallen mussten, weil niemand mitmachen wollte, wie etwa der Naturparkmarkt in Königsfeld, „weil sich nicht ein einziges" von insgesamt rund 120 Mitgliedern für den Auf- und Abbau des Infostandes und zur Standbetreuung gemeldet hatte,“ so Birgitt Merkel wörtlich. So etwas nage natürlich an der Motivation.
  • Kassenlage: Der anschließende Kassenbericht machte die Misere noch einmal deutlich. Schnell wurde durch die Ausführungen der Schatzmeisterin Brunhilde Diehl-Hourani deutlich, dass einer allein für die Verwaltung der Kasse eigentlich zu wenig sei. Zudem übersteigen die Ausgaben wesentlich die Einnahmen. Der Verein lebe von der Substanz. Der Verein müsse Strukturreformen durchführen. Immer weniger nehmen an den Gymnastik- und Yogakursen teil, bei teils sehr geringen Eigenbeteiligungen, die Kosten aber für Belegungen der Hallen oder für Honorare steigen.
  • Wahlen und Ehrungen: Nachdem Vorstand und Kasse von den Anwesenden rund 20 Mitgliedern einstimmig entlastet waren, schritt man zu den Neuwahlen. Die Wahlergebnisse kamen immer einstimmig per Akklamation zustande. Zwar hat der Vorstand eine neue stellvertretende Vorsitzende mit Jutta Flaig, aber zum Amt des Schriftführers konnte sich niemand durchringen. Diese Arbeit bleibt an Birgitt Merkel hängen. Bei den Ehrungen wurden für zehnjährige Mitgliedschaft geehrt Brigitte Burkhart, Monika Guhl, Ursula Hoffbauer und Elsa Götz.

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