Farbenfroh wie ein Regenbogen, bunt wie eine Gesellschaft, in der die unterschiedlichsten Kulturen und Traditionen gelebt und gepflegt werden: Das ist die Regenbogenwelt. Am Samstag feierte die private Kindertagesstätte bei der Freizeitanlage „Auf der Wanne“ ein Sommerfest.

Leiterin Safia Djedaimi nutzte die Gelegenheit, um ihr Konzept einer multikulturellen und religionsfreien Kinderbetreuung vorzustellen. Mit zwölf pädagogischen Fachkräften, die jeweils über eine Zusatzqualifikation zur Tagesmutter verfügen, werden an den Standorten in Schwenningen und VS-Marbach zurzeit 54 Kinder in sechs Gruppen betreut. Am 18. Juli öffnet eine weitere Betreuungseinrichtung in der Villinger Brunnenstraße 21.

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Der Bedarf sei da, erklärt Djedaimi, die sich nach eigenen, nicht immer glücklich verlaufenen, Erfahrungen als Erzieherin mit Kopftuch selbstständig gemacht hat. In ihren multikulturell geprägten Einrichtungen spielt es keine Rolle, welcher Religionsgemeinschaft eine Erzieherin angehört, ob diese ein Kopftuch trägt oder nicht und aus welchem kulturellen Umfeld sie kommt. „Wir feiern keine religiösen Feste“, sagt Djedaimi. Was einzig zähle, sei die fachliche Kompetenz der Mitarbeiterin.

Sprachförderung steht im Vordergrund

Und so bunt wie das Betreuungsteam ist auch der Mix der betreuten Kinder, die aus vielen Kulturen und unterschiedlichen Herkunftsländern stammen. „Bei uns steht die Sprachförderung unserer Kinder ganz weit oben auf der Agenda“, sagt Djedaimi.

„Bei uns steht die Sprachförderung unserer Kinder ganz weit oben auf der Agenda“, sagt Kita-Leiterin Safia Djedaimi.
„Bei uns steht die Sprachförderung unserer Kinder ganz weit oben auf der Agenda“, sagt Kita-Leiterin Safia Djedaimi. | Bild: Rüdiger Fein

So klärt sie auf der eigenen Webseite auf: „Die Sprachentwicklung eines Kindes ist eng mit der Entwicklung der Wahrnehmung, des Denkens, der Motorik und des sozial – emotionalen Erlebnisbereiches verbunden. Da viele Kinder Sprachauffälligkeiten haben, ist die Sprachförderung für unsere pädagogische Arbeit ein wichtiger Teil und richtet sich an alle Kinder, unabhängig ihres Alters oder ihrer Herkunft.“

Kampf gegen bürokratische Hürden

Nicht immer einfach sei in den vergangenen Jahren der Umgang mit den Genehmigungsbehörden bei der Stadt gewesen, klagt Djedaimi. Obwohl der Bedarf an Betreuungsplätzen groß sei, dauere es immer bis zum letzten Tag der vom Gesetzgeber eingeräumten Frist bis eine Genehmigung erfolge. Und für die Erweiterung des Standorts in Schwenningen habe sie erst vor Gericht ziehen müssen. Aber es gebe auch Erfreuliches zu berichten, so die Kita-Leiterin. Für das Sommerfest am Aussichtsturm habe man schnell und unbürokratisch die Genehmigung erhalten und auch die Gebührenordnung sei hier sehr human.