Kindergeburtstage sind in den letzten Jahren völlig aus dem Ruder gelaufen. Weil die Ansprüche der Kinder gestiegen sind? Wohl kaum. Früher waren Kindergeburtstage toll, wenn man im Wald toben konnte und es abends Pommes und Spezi gab. Diese Zeiten sind offenbar vorbei. Heute sind Kindergeburtstage halb-professionell geplante Events, deren Überfluss eine verhängnisvolle Spirale in Gang setzt, beim nächsten Mal noch einen draufzusetzen.

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Nein zum überbordenden Konsum

Ich sage deshalb nein. Nein zu minutiös geplanten Mottopartys für Achtjährige. Nein zu kistenweise passend abgestimmter Dekoration, die ohnehin im Müll landet. Nein zu gedruckten Einladungen auf Hochglanzpapier. Nein zu teuren Ausflügen nach Sonstwohin, weil irgendein Kind immer ins Auto kotzt. Nein zu Geschenkregalen im Spielwarengeschäft, weil sie die Kreativität zerstören und das Konsumverhalten der Kinder gleich mit. Nein zu Goodiebags für Partygäste, weil das Geburtstagskind beschenkt wird und nicht die Gäste. Und schließlich: nein zu teuren Motivtorten, weil Mamas Muffins immer besser schmecken.

Der Gruppenzwang ist mittlerweile groß

Seien wir doch mal ehrlich: Dieser Bohei wird doch nur gemacht, weil der Gruppenzwang mittlerweile so groß ist, dass sich Eltern gar nicht trauen, günstige aber liebevoll gestaltete Geburtstagsfeiern zu veranstalten. Zu groß die Sorge, dass das Kind mit der einfachsten Party gehänselt und unter den Eltern über die popelige Fete gelästert wird. Mehr war wohl nicht drin? Deshalb ziehe ich den Hut vor allen Eltern, die sich diesen Stress nicht antun. Eine schöne Party muss nicht teuer sein!