Die geplatzten Pläne für den Neubau der Wilhelmspflege waren auch in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses am Donnerstagabend nochmals Thema. Alle waren sich einig: Eine Interimslösung muss dringend her und OB Jürgen Roth betonte: „Wir sind dabei, jetzt eine Ersatzlösung für den Fortbestand hinzubekommen.“ Denn – so das in der Sitzung oft wiederholte Credo – wichtig sind: „kurze Wege für kurze Beine“.

Das könnte Sie auch interessieren

Aber nur einer brachte bei der Sitzung auch einen konkreten Lösungsvorschlag auf den Tisch: Joachim von Mirbach. „Man sollte prüfen, ob eine Containerlösung auf dem nahen Parkhaus möglich wäre“, schlug der Grünen-Fraktionssprecher vor. Auf dem Dach des Parkhauses Muslen hätten die Kinder „eine grandiose Aussicht“, so von Mirbach. Auch gäbe es zum Beispiel Platz für einen Sandkasten.

Da er bei anderen Ausschussmitgliedern vereinzelt für Lacher und Schmunzler gesorgt hatte, betonte von Mirbach, dass er es mit seinem Vorschlag durchaus ernst meine: „Ich bitte darum, dass das ernsthaft geprüft wird.“ Baubürgermeister Detlev Bührer machte dem grünen Kommunalpolitiker aber wenig Hoffnung. Das Parkhaus gehöre nämlich einem Immobilienfonds. „Aber wir schreiben die Eigentümer gerne an und fragen mal“, so Bührer zu von Mirbach.

Das könnte Sie auch interessieren

Dem Vorschlag des Grünen-Politikers ist auf jeden Fall zugutezuhalten, dass es durchaus platzsparend ist, wenn man Kinder künftig in Kitas auf Dächern unterbringt. Und man würde nicht nur dem Credo „kurze Wege für kurze Beine“ gerecht, sondern auch gleich noch einem neuen: „schwindelfrei beim Babybrei“.