Der Beitrag eines Feuerwehrmannes aus der Doppelstadt sorgt im sozialen Netzwerk Facebook für Wirbel. Darin schildert er einen Fall, der sich am Schmotzigen-Donnerstag in der Bürkstraße in Schwenningen zugetragen hat. Demnach hat ein Anwohner Strafanzeige gegen den Fahrzeugführer eines auf einer Sperrfläche abgestellten Dienstwagen gestellt, der, so ist es zu lesen, keine Behinderung dargestellt habe. Die Stadt habe eine Stellungnahme vom Feuerwehrmann gefordert, heißt es im Beitrag weiter. Mit den Worten "Danke an den Anwohner für die Unterstützung der Feuerwehr!" endet der Text.

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Wie die Stadtverwaltung auf SÜDKURIER-Nachfrage mitteilt, habe man den von einem Bürger gemeldeten Parkverstoß geprüft. Was im Beitrag als Stellungnahme bezeichnet wurde, sei eine einfache Rückfrage beim betroffenen Feuerwehrmann gewesen, ein normaler Vorgang in so einem Fall. Nachdem der Verwaltung der Grund für die Dienstfahrt und die Rahmenbedingungen bekannt waren, wurde das Verfahren vergangene Woche eingestellt. "Der Mann muss keine Strafe bezahlen", erklärt Sprecherin Oxana Brunner.

Warum der Fall nun trotzdem im sozialen Netzwerk zur Diskussion stand, das hat Feuerwehrmann Bernd Bichl dem SÜDKURIER auf Nachfrage geschildert: "Mich hat das Thema einfach geärgert."

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Er schildert den Vorfall so: Am Donnerstag sei er mit dem Feuerwehrauto zum Rathaus gefahren, um dort, wie jedes Jahr, die Technik für ein Funknetz aufzubauen, das während der Fastnacht Umzugshelfern,  Rettungs- und Einsatzkräften zur Verfügung steht, die sich um die Sicherheit der Bevölkerung kümmern.

Weil im Umkreis um das Rathaus kein Parkplatz zu finden war, habe er an der Baustelle am Emes-Gelände geparkt und extra noch bei Bauarbeitern nachgefragt, ob sein Dienstfahrzeug dort störe. "Nein" sei die Antwort gewesen. 45 Minuten später habe er das Fahrzeug wieder abgeholt.

"Eigentlich hatte ich den Fall abgehakt", so der Feuerwehrmann. Mit seinem Beitrag wollte sich der 64-Jährige vielmehr Luft verschaffen. "Ich finde es schade, wie Bürger mit Ehrenamtlichen umgehen", erklärt Bichl, der sich seit 30 Jahren bei der Feuerwehr Villingen-Schwenningen und seit 50 Jahren im Katastrophenschutz engagiert.

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