Villingen-Schwenningen (cho) Der Traum von der eigenen Wohnung dürfte sich für einige Wohnungsbesitzer, die eine Immobilie im ehemaligen Kasernenareal Welvert erstanden haben, zu einem Albtraum entwickeln: Insgesamt sechs Mehrfamilienhäuser hat die Heli-Bau GmbH aus Pfaffenweiler dort errichtet, bei zwei Gebäuden mit 34 Wohneinheiten sind mittlerweile Schäden am Dach und an der Wärmepumpe aufgetreten.

Da sich das Unternehmen Heli-Bau seit rund zwei Jahren in der Liquidation befindet, hat der frühere Geschäftsführer Peter Lippl angesichts der Gewährleistungsansprüche, die auf die Firma zugekommen sind, Insolvenz beantragt. Dies bestätigte Insolvenzverwalter Florian Götz von der Kanzlei Schleich und Kollegen in Villingen-Schwenningen auf Anfrage des SÜDKURIER.

Experten eingeschaltet

Der genaue Schaden, der an den Gebäuden entstanden ist, lässt sich im Moment noch nicht beziffern, so Götz. Ein Sachverständiger, der eingeschaltet ist, muss diesen ermitteln. "Ich gehe aber davon aus, dass der Schaden nicht unerheblich ist." Die Gewährleistungsansprüche sind Teil der Insolvenzmasse, erklärt Götz. Durch die Liquidation der Firma, ein Vorgang, der seiner Meinung nach sauber und korrekt abgelaufen ist, sei aber kein Geld mehr vorhanden. Also sei damit zu rechnen, dass die Wohnungseigentümer selbst in die Tasche greifen müssen, um den Schaden zu beheben. Allerdings gibt es wohl Überlegungen seitens der Eigentümer, eine Klage einzureichen, um die Gewährleistungsansprüche durchzusetzen.

Zwei der insgesamt sechs von Heli-Bau im Wohngebiet Welvert errichteten Mehrfamilienhäusern sind eingerüstet wegen der Schäden am Dach, das undicht ist, Probleme gibt es auch mit der modernen Wärmepumpe, die defekt ist. Das ehemalige Kasernenareal Welvert hat sich zu einem attraktiven Wohngebiet auf einer Fläche von rund 120 000 Quadratmetern entwickelt. Auch auf dem Mangin- und Lyautey-Areal sollen Wohngebiete entstehen.